"One Love"-Skandal

SV Waldhof setzt ein Zeichen und spielt mit "trueLove<3"-Binde

Die Mannheimer reagieren auf das Verbot der Kapitänsbinden. Gleichzeitig gibt es eine Aktion zugunsten von Human Rights Watch.

23.11.2022 UPDATE: 23.11.2022 14:26 Uhr 57 Sekunden
Kapitänsbinde
Die FIFA hatte die «One Love»-Kapitänsbinde verboten.

Mannheim. (SVW/dh) Die Fußball-WM läuft. Viele Tore sind gefallen. Schöne Spielzüge waren dabei. Doch eigentlich dreht sich alles nur um ein Thema: das Verbot der "One Love"-Binde. 

Auch beim SV Waldhof ist die Diskussion angekommen – und der hat reagiert. Am Mittwoch, 14 Uhr, pünktlich zum Anpfiff des deutschen Auftaktspiels gegen Japan, schickte der SVW eine Pressemitteilung auf die Reise. "Für uns sind Werte wie Toleranz, Vielfalt und Menschlichkeit selbstverständlich", sagt Geschäftsführer Markus Kompp. "Leider scheint es nun aber notwendig zu sein, diese Werte durch eine klare Positionierung im Sinne unserer Liebe zum Fußball zu vertreten, aber auch durch ein klares Handeln zu untermauern." 

So werden die Blau-Schwarzen für den Rest der Saison mit einer schlichten, einfarbigen "#trueLove<3"-Kapitänsbinde auflaufen. Gleichzeitig wird der SVW ein Armband mit dem "#trueLove<3"-Schriftzug anbieten. Es ist für zwei Euro erhältlich. Der komplette Gewinn wird an Human Rights Watch gespendet. Wer kein Armband kaufen möchte, aber dennoch unterstützen will, kann dies unter der IBAN: DE05 6709 0000 0097 3751 00 oder via Paypal an frontoffice@svwm.de tun. Die Spendenkonten hat der SVW extra eingerichtet, um die Beträge direkt an Human Rights Watch weiterleiten zu können.

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Kompp und Präsident Bernd Beetz haben bereits insgesamt 2022 Euro gespendet. Die Mannschaft und die Mitarbeiter der Buwe haben jeweils noch 350 Euro oben drauf gepackt. Kompp: "Uns würde es freuen, wenn weitere Vereine unsere Initiative unterstützen oder sich eigenständig für unsere gemeinsamen Werte einsetzen und mit Taten der aktuellen Entwicklung entgegentreten."

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