"Saline 1822"

SC Freiburg sucht vor dem Derby die Bad Rappenauer Ruhe

Der Besuch des SC Freiburg im "Saline 1822" blieb vor dem Spiel gegen die TSG Hoffenheim dennoch nicht unbemerkt.

20.09.2022 UPDATE: 20.09.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 29 Sekunden
Nicht zu übersehen war am Sonntag die Anwesenheit der Freiburg Kicker im Vier-Sterne-Haus „Saline 1822“ in Bad Rappenau. Foto: Armin Guzy

Bad Rappenau. (guz) Die Fußballer des SC Freiburg sind Stars, aber eben keine Rockstars – zerlegte Hotelzimmereinrichtungen waren also nicht zu erwarten, als die Mannschaft samt Trainer- und Betreuerstab am Samstag vor dem Spiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim im Hotel "Saline 1822" in Bad Rappenau übernachtete. Und selbst wenn es dazu gekommen wäre, wäre wohl kaum etwas nach draußen gedrungen. Die Rappenauer Hoteliers sind verschwiegen.

Unübersehbar war hingegen der rot-schwarze Mannschaftsbus, der, mangels einer diskreteren Parkmöglichkeit für ein solch großes Gefährt hinter dem Hotel, direkt vor dem Vier-Sterne-Haus abgestellt war. In den Sozialen Medien machte das natürlich schnell die Runde, und der Auflauf vor der Abfahrt der Freiburger zum Baden-Derby in der Sinsheimer Arena war entsprechend: Etliche Freibug-Fans und Autogrammjäger hatten sich am Sonntag vor dem Hotel eingefunden.

Der Besuch war aber auch für den einen oder anderen fußballbegeisterten Hotelmitarbeiter ein Erlebnis, auch wenn keiner von ihnen die Frage nach einem Autogramm stellen würde. Da gelten im Haus strikte Regeln. Dennoch: "Es ist immer toll, eine Liga-Mannschaft zu Gast zu haben", sagt Hoteldirektor Michael Ciesléwicz und beschreibt die Freiburger als "supernett und zurückhaltend", als "sehr, sehr angenehme Gäste", so ganz ohne Star-Allüren. Der SC hatte zwar schon mehrfach mit dem Abstieg zu kämpfen, zumindest derzeit aber sieht es nach einer guten Saison aus. Ciesléwicz hofft daher, dass das Team nach der jetzigen Premiere im nächsten Jahr wiederkommt – natürlich als Erstliga-Mannschaft.

Ein wenig setzt der Hoteldirektor auch auf die "Erfahrungswerte", die seine Gäste in Bad Rappenau gesammelt haben und nun vielleicht weitergeben. Denn natürlich war der Besuch der Freiburger zwar kurz, aber "ein schönes Marketing", und auch die Mannschaften von Mainz, Augsburg, Bremen, Gladbach und dem tschechischen Erstligisten Slovan Liberec sind schon im "Saline 1822" abgestiegen. Gäste fürs Renommee. Dass Ciesléwiczs Haus in der Liste eines speziellen Reiseanbieters für Fußball-Mannschaften geführt wird und auch das Küchen-Team längst Erfahrung mit den strikten Ernährungsplänen der Profisportler gesammelt hat, lässt künftig weitere Teams erwarten.

Weil die Fußballer aber ihre Ruhe haben und sich auf das Spiel vorbereiten wollen, achtet das Hotel-Team darauf, dass im Vorfeld nichts publik wird – und auch im Nachgang möglichst wenig. Irgendwann werde er vielleicht für seine Enkel mal aufschreiben, was er mit prominenten Gästen erlebt hat, überlegt Ciesléwicz. Ansonsten herrscht Schweigen.

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