Heilbronn

Kostenloses Urlaubsflair mitten in der Stadt

Die Heilbronner Turmstraße bietet mit der neuen "Sommerzone" sommerliches Ambiente, Aufenthaltsqualität und ein gutes Klima.

04.08.2022 UPDATE: 04.08.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 42 Sekunden
Bürgermeister Andreas Ringle (links), Grünflächenamtsleiter Oliver Toellner und Marie-Luise Bertsch, Sachgebietsleiterin Mobilitäts- und Verkehrsplanung beim Amt für Straßenwesen, genießen die temporäre „Sommerzone“. Foto: Brigitte Fritz-Kador

Von Brigitte Fritz-Kador

Heilbronn. Wenn es mit dem Sommerwetter so weitergeht, dann könnte Heilbronn einen neuen "Hot-Spot" bekommen – weil es da so schön kühl ist! Der Baumnebel, für den winzige Düsen eine kühle Klimadusche verströmen, sei sofort angenommen worden, sagen Oliver Toellner, Leiter des Grünflächenamtes der Stadt, und Andreas Ringle, der neue Baubürgermeister, bei der Vorstellung der ersten "Sommerzone" in der Stadt.

Auch deren weiteres "Drumherum" ist angetan, hier, in der Nordstadt, der Turmstraße, eine urbane Aufenthaltsqualität zu schaffen – "fast wie im Urlaub". Die "Sommerzone" auf der Achse zwischen dem Theaterforum K 3 und dem Neckarufer ist eine Optimierung der Fußgängerzone, hat aber einen Schönheitsfehler: Radfahrer müssen auch hier nicht absteigen – und das, obwohl sowohl Ringle als auch Toellner als Initiator der "Sommerzone" offen einräumen, dass es zum "Nicht-Miteinander" von Fußgängern und Radfahrern in Zukunft einiges an Diskussionsbedarf gibt.

Die animierende Gestaltung des rund 300 Meter langen Straßenstückes – hier stehen auch noch die Platanen, die einst auch der Allee ihren Schatten spendeten – wurde als erstes von den Kindern entdeckt: Für sie sind Spielfelder gestaltet worden, für Gummitwist und andere Hüpfspiele. Große, grüne Kreise auf dem Asphalt als Markierungspunkte für Treffs sollen später auch noch für Diskussionen und kleine Programme dienen.

Von der Bundesgartenschau 2019 her kennt man schon die einladende, auch jetzt mit Büchern bestückte "Leselounge" für alle, die nicht zum "Schwätzen" aufgelegt sind. Wer dagegen Kommunikation sucht, findet auch dafür schön arrangierte Sitzplätze. Üppig blühender Oleander und Akanthus schaffen eine mediterrane Atmosphäre, so wie eben auch das Wetter gerade ist.

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Rund 50.000 Euro hat die Stadt hier investiert. Es scheint gut angelegtes Geld zu sein, weil es hier bis in den Oktober hinein kostenlose Urlaubsstimmung gibt. Das gut inszenierte Umfeld sei auch im Zusammenhang mit dem schon länger laufenden Projekt einer Aufwertung der Nordstadt zu sehen, heißt es dazu.

Auch wenn in erster Linie die Anwohner angesprochen sein sollen, freut man sich über alle Besucher, die hier, bei einigen Temperaturgraden weniger, den "Summer in the City" genießen. Das ist zurzeit in Heilbronn nicht einfach, wegen des von Baustellen bestimmten Kontrastprogramms. Und für die "Sommerzone" sind auch einige Parkplätze weggefallen. Mit den Anwohnern und den Inhabern einer Reihe von kleineren Geschäften hat es zuvor Gespräche gegeben, dann wurde in unmittelbarer Nähe eine neue Kurzparkzone eingerichtet, hin zu den Parkhäusern, in unmittelbarer Nähe.

Ringle und Toellner sehen die "Sommerzone" auch als Testlauf dafür, wie man an anderen Stellen der Stadt solche klimafreundlichen Aufenthalts- und Kommunikationsräume schaffen kann, vor allem, wenn es in dieser Form angenommen wird oder auch weitere Vorschläge dazu eingehen.

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