"Altblech-Lawine" rollt wieder durch die Fachwerkstadt
Treffpunkt der Oldtimer-Ausfahrt ist am kommenden Sonntag um 13 Uhr am Kraichgaustadion. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Eppingen. (apo) Für den einen sind es alte Rostlauben, für den anderen ist es Schrauberleidenschaft und Nostalgie pur: Am Sonntag, 4. September, geht die Veranstaltung "Eppinger Altblech zeigt sich" zum sechsten Mal an den Start.
Vom Zweirad über Bulldogs und andere Landmaschinen bis hin zum schnieken Oldtimer werden die Fahrzeuge durch die Innenstadt und danach über das Kraichgauer Land tuckern. Dafür haben die Initiatoren Hartmut Kächele und Günter Brenner von der Stadt drei verschiedene Strecken ausgeklügelt. Mitmachen kann jeder, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung gaben die Quicklyfreunde, die mit ihren alten Maschinen zum Pressegespräch am Marktplatz anrollten. Mit viel Liebe und dem notwendigen Geschick haben sie ihre Kultmopeds zum Schnurren gebracht. Viele von diesen Maschinen haben Jahrzehnte fast vergessen in alten Scheunen gelagert, bevor man sie nicht nur optisch, sondern auch mechanisch wieder in den Originalzustand gebracht hat.
Die Farben reichen von cremeweiß über graugrün bis himmelblau. Zwischen ihnen sticht der schmucke Italiener von Werner Schulig heraus. Sechsmal hat er die DEMM Fox Am40, Baujahr 1977, auseinander- und wieder zusammengebaut, bis sie wieder lief.
"Alle Fahrzeuge sind besonders", weiß Kächele. Da man sich für die Veranstaltung nicht anmelden muss, kann niemand voraussehen, wer mit welchem fahrbaren Blech anreist. Sicher ist er sich aber, dass wieder einige aus den 1960er-Jahren und etliche landwirtschaftliche Fahrzeuge dabei sein werden.
Wolfgang Heinrich wird mit der ganzen Familie und gleich mehreren Oldtimern an der Ausfahrt teilnehmen. Unter ihnen ist ein Geisenbulldog, von denen es heute nur noch wenige gibt. Nach dem Krieg nutzten ihn die Kleinbauern vor allem zum Futter holen. Heinrich hofft, dass er die Strecke packt: "Mehr als 13 km/h schafft er nicht."
Treffpunkt für die rund einstündige Strecke ist um 13 Uhr am Kraichgaustadion in der Waldstraße. Von dort starten alle Richtung Mühlbach. Die kürzeste, aber zeitlich vergleichsweise am längsten dauernde Fahrstrecke, haben die landwirtschaftlichen Fahrzeuge, die gleich hinter Mühlbach wieder zurückfahren. Für die Zweiradfahrer geht es danach über Ochsenburg nach Sulzfeld, Zaisenhausen, Landshausen und Rohrbach retour nach Eppingen.
Noch länger ist der Rundkurs für die Oldtimer-Autos. Die Fahrer kutschieren ihre Fahrzeuge nach Mühlbach über Sulzfeld, Kürnbach, Gochsheim, Kraichtal, Menzingen, Landshausen und Elsenz wieder zurück in die Eppinger Tullastraße. Die Initiatoren hoffen, dass alle bis 14.45 Uhr dort eingetroffen sind.
Höhepunkt der Veranstaltung ist die gemeinsame Fahrt durch die Innenstadt, zu der man voraussichtlich um 15 Uhr aufbrechen wird. Die Strecke führt über Mühlbacher- und Brettener Straße zum Marktplatz und zurück über Bahnhofsstraße und Postweg zum Edeka-Parkplatz. Hier werden die Oldtimer von ihren Besitzern präsentiert.
Kächele versichert, dass genug Zeit bleibt, um Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit allen aktiven Teilnehmern ist abschließend ein gemeinsamer Besuch auf der Gartenschau geplant.