Bad Rappenau

Quarantäne im "Alpenland"-Altenheim nach sechs Wochen aufgehoben (Update)

Patienten dürfen ihre Zimmer wieder verlassen - Lob am Krisenmanagement - Fieberambulanz in der Mühltalhalle läuft reibungslos

02.03.2020 UPDATE: 17.04.2020 16:45 Uhr 13 Minuten, 57 Sekunden
Nach sechs Wochen wurde am vergangenen Dienstag die Quarantäne für das Alten- und Pflegeheim „Alpenland“ aufgehoben. Foto: Falk-Stéphane Dezort

Bad Rappenau. (fsd) Seit einigen Wochen und inzwischen auch Monaten ist das Corona-Virus weltweit ein Dauerthema – und das wird es auch noch eine Weile bleiben. Allerdings häufen sich in den vergangenen Tagen endlich die positiven Nachrichten: die Fallzahlen sinken und immer mehr Infizierte sind genesen und haben das Virus überstanden.

Eine weitere positive Meldung kam am heutigen Freitag aus Bad Rappenau hinzu. Nach knapp sechs Wochen hat das Gesundheitsministerium die für das Alten- und Pflegeheim angeordnete Quarantäne am zurückliegenden Dienstag aufgehoben. Zwar gelten für die Einrichtung weiterhin die "normalen" Regelungen aus der Corona-Verordnung für Pflegeheime, mit den darin geregelten Besuchsbeschränkungen, doch die Bewohner dürfen innerhalb des Heimes wieder ihre Zimmer verlassen.

Lob für das Krisenmanagement im "Alpenland" gab es von höchster Stelle. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manfred Lucha sprach gegenüber der Stuttgarter Zeitung im Bezug auf Bad Rappenau von einem "sehr gut durchdeklinierten Binnenquarantänekonzept. Das ist unser Leitfaden, wenn wir Infizierte haben." Dass die Quarantäne nun sechs Wochen angedauert hat, wird damit begründet, dass die Infektionsketten nicht so schnell wie erhofft unterbrochen werden konnten. "Wir sind auf Nummer sicher gegangen", erklärte Manfred Körner, Sprecher beim Landratsamt Heilbronn

Anfang März wurden im "Alpenland" die ersten Corona-Fälle in der Kurstadt bestätigt. Nach einer Mailand-Reise hatte ein Pfleger erst einen Bewohner und dann eine Arbeitskollegin und deren Tochter mit dem Virus angesteckt. Weitere infizierte Personen folgten, eine 80-jährige Bewohnerin starb in der Lungenklinik in Löwenstein.

Für Oberbürgermeister Sebastian Frei ist die Aufhebung der Quarantäne eine positive Nachricht, die man aber "nicht überbewerten" solle. Er freue sich, dass dieses Thema nun in normalen Bahnen laufe und verband dies mit der Hoffnung, dass der Trend der letzten Tage anhält. Jedoch müssten "alle weiter hart daran arbeiten, diszipliniert sein und sich an die Vorgaben halten. Auch wenn es schwer fällt". Man dürfe das "zarte Pflänzchen" nicht wieder rausreißen.

Am vorvergangenen Montag war in der Bad Rappenauer Mühltalhalle die erste Fieberambulanz im Landkreis in Betrieb genommen worden. Hier werden Personen behandelt, bei denen der Verdacht besteht mit dem Corona-Virus infiziert zu sein. Nach Absprache mit dem Hausarzt wird der jeweilige Patient zu einem bestimmten Termin zur Untersuchung in die Fieberambulanz bestellt. Dort nehmen dann inzwischen zwei Ärzte, wie OB Frei auf Nachfrage erklärt, Abstriche vor und ...

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