Rauenberg

Saison der Weinlaube war einmal mehr erfolgreich

Anfangs mit Skepsis gesehen, heute ein Aushängeschild. Über die Jahre hat sie sich zu einem beliebten Anlaufpunkt über die Region hinaus entwickelt.

30.08.2025 UPDATE: 30.08.2025 04:00 Uhr 2 Minuten, 6 Sekunden
Vorbeischauen, mitgebrachtes Essen auspacken, ins Gespräch kommen und dazu regionalen Wein trinken: Das bietet die Rauenberger Weinlaube. Foto: Pfeifer

Rauenberg. (RNZ) Samstag ab 17 Uhr und Sonntag ab 15 Uhr ist die Weinlaube auf dem Rauenberger Rathausplatz wieder geöffnet – danach ist diese Saison vorbei. Das Weingut Markus Hirsch schenkt edle Tropfen aus, in der kommenden Woche geht es dann für die Winzerschaft der Region mit der Traubenlese 2025 los. Im neunten Jahr in Folge, mit Ausnahme der Coronajahre, können die Rauenberger Winzer eine Weinlaubensaison mit Erfolg abschließen.

Ungebrochen ist der Zulauf der Weinfreunde in die Weinlauben in Rotenberg, Malschenberg und Rauenberg. Auch in diesem Jahr ist wieder das Konzept aufgegangen, dass die Winzerinnen und Winzer die guten Tropfen von den Rauenberger Hausbergen Mannaberg und Burggraf ausschenken, und die Besucher ihr Essen selbst mitbringen.

"Als wir im Jahr 2016 zum ersten Mal eine Weinlaube in Rauenberg planten, war von Seiten der Winzerschaft die Skepsis groß, vor allem, ob das Konzept mit dem Mitbringen von Essen angenommen wird. Wir hatten Mühen, die ersten sieben Wochen mit Weinbaubetrieben zu füllen.

Diese Bedenken wurden aber vom Weinpublikum schnell zerstreut, die Weinlaube in Rauenberg wurde vom ersten Tag an richtig gut angenommen", blickt Vorsitzender Georg Wipfler von der ausrichtenden Interessengemeinschaft der Rauenberger Winzer zurück. Ein Jahr später war man schon in Rotenberg zu Gast. "Gerade mit den vielen Fachwerkhäusern bietet Rotenberg eine Superkulisse für die dortige Weinlaube, und die Rotenberger besuchen rege den Weinausschank.

Im ersten Jahr musste zwar ein Winzer an zwei Wochenenden dran, doch das war noch den Anlaufschwierigkeiten geschuldet", erklärt Wipfler. Im Jahr darauf war man dann auch in Malschenberg zu Gast, sodass die Weinbautreibenden der Interessengemeinschaft nun alle drei Stadtteile abdecken.

Auch interessant
Rauenberg: Die Weinlauben waren gut besucht

Seit Jahren beginnt die Weinlaubensaison um den 1.Mai in Rotenberg. Dort ist man vor dem historischen Rathaus vier Wochen zu Gast, anschließend wandert die Weinlaube für vier Wochen nach Malschenberg, wo sie ihr Domizil vor der Kirche St. Wolfgang hat. Nach der "Sommernacht" geht es dann auf dem Rauenberger Rathausplatz für sieben Wochen los.

Viele Besucher kommen von außerhalb. Fahrradgruppen aus Walldorf sind da ebenso dabei wie Wandergruppen aus Wiesloch oder Motorradausflügler. Was am Anfang mit Skepsis gesehen wurde, ist ein Aushängeschild geworden. Hier gibt es am Tisch was Süßes, am anderen Tisch was Deftiges. Im Nu wird das Essen ausgetauscht, und bei dem Rauenberger Wein entsteht schnell ein Gesprächsaustausch untereinander.

"Gerade das Ungezwungene schafft die besondere Atmosphäre der Rauenberger Weinlauben. Wir hatten in den letzten Jahren noch nie Probleme mit den Gästen, Handgreiflichkeiten oder Ähnliches. Die Stimmung ist in allen drei Orten immer gut, jeder der kommt, will sich ein bisschen unterhalten und Spaß haben", sagt Vorsitzender Wipfler.

Gut angenommen wurde in diesem Jahr der neu eingeführte Weinlaubenpass. Wer seinen Pass an verschiedenen Tagen zehn Mal abgestempelt bekommen hat, bekam das elfte Glas Rauenberger Wein "fer umme". Carsten Wipfler, Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Kraichgau, der für die Winzer von Baden in Rotenberg und Rauenberg vertreten war, zieht ein überaus positives Fazit.

"Für uns die ideale Gelegenheit, unsere Produkte dem heimischen Publikum vorzustellen. Nicht nur bei uns, sondern auch bei den anderen Winzerinnen und Winzern konnten die Weinfreunde die ganze Vielfalt der Rauenberger Weine kennen lernen", sagt er.

Zum Abschluss der diesjährigen Weinlaubensaison geht der Blick der Rauenberger Winzerschaft aber nicht zurück, sondern richtet sich schon auf das Jahr 2026. Zum "Zehnjährigen" werden sich die Verantwortlichen bestimmt eine Überraschung einfallen lassen, sodass es auch im Jahr 2026 wieder heißen kann: "Im Ort produziert und im Ort getrunken".

(Der Kommentar wurde vom Verfasser bearbeitet.)
(zur Freigabe)
Möchten sie diesen Kommentar wirklich löschen?
Möchten Sie diesen Kommentar wirklich melden?
Sie haben diesen Kommentar bereits gemeldet. Er wird von uns geprüft und gegebenenfalls gelöscht.
Kommentare
Das Kommentarfeld darf nicht leer sein!
Beim Speichern des Kommentares ist ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen sie es später erneut.
Beim Speichern ihres Nickname ist ein Fehler aufgetreten. Versuchen Sie bitte sich aus- und wieder einzuloggen.
Um zu kommentieren benötigen Sie einen Nicknamen
Bitte beachten Sie unsere Netiquette
Zum Kommentieren dieses Artikels müssen Sie als RNZ+-Abonnent angemeldet sein.