Neckar-Odenwald-Kreis

Die Zahl der Funklöcher nimmt stetig ab

Zahlreiche neue Mobilfunkstandorte sind im Landkreis geplant. In Mudau tagte dazu der Ausschuss für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr.

21.11.2022 UPDATE: 21.11.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 36 Sekunden
Auch wenn sich die Verantwortlichen über den Ausbau des Mobilfunks im Kreis freuen: Ein Wildwuchs soll bei neuen Anlagen vermeiden werden, so die Forderung des Kreistagsauschusses. Symbolfoto: R. Busch

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Von Zukunftsthemen geprägt war die Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Umwelt und Verkehr des Neckar-Odenwald-Kreises in der Mudauer Odenwaldhalle.

Zunächst beschäftigte sich das Gremium mit dem weiteren Ausbau der Dynamischen Fahrgastinformationsanzeiger (DFI). Zusammen mit der Firma Trapico (Lahr), einer Tochtergesellschaft der Südwestdeutschen Eisenbahngesellschaft, hatte der Landkreis bereits ein Maßnahmenkonzept entwickelt und die erste Digitalisierungsstufe, die die Installation und Inbetriebnahme von acht Anzeigern an sieben Standorten beinhaltete, umgesetzt. "Wir wollen mit den Anzeigern den Einstieg in ein neues ÖPNV-Zeitalter einläuten. Nutzerfreundliche Informationen auf aktuellstem Stand sind schon etwas anderes als kleingedruckte, womöglich schlecht lesbare Fahrpläne und ein großes kollektives Herumrätseln der Schicksalsgemeinschaft am Bussteig", betonte Landrat Dr. Achim Brötel zu Beginn.

In der sich nun anschließenden Stufe sollen 67 Anzeiger an 37 Standorten verwirklicht werden. Warum es weiteren Ausbaubedarf gibt und wo die Anzeiger installiert werden sollen, erläuterte Trapico-Mitarbeiterin Christine Matt. Ausgewählt wurden Haltestellen im ganzen Kreis, an denen mehrere Buslinien verkehren und die daher der Verknüpfung dienen. Die Anzeiger selbst, so Matt, arbeiten dank eines Solarmoduls in Kombination mit einer Batterieeinheit weitgehend autark. Die Daten werden jeweils über eine Mobilfunkverbindung aus einer Cloud eingespielt, sodass keine Tiefbauarbeiten notwendig sind. Das System sei jederzeit mit geringem Planungs- und Vorbereitungsaufwand erweiterbar, erklärte Matt. Zusätzlich tragen die neuen Anzeiger zur Barrierefreiheit bei, da die Abfahrtszeiten über eine barrierefreie Vorlesefunktion (Text-to-Speech-Funktion) auch für Menschen mit einer Sehbehinderung zugänglich sein werden. Die Gesamtkosten für die zweite Ausbaustufe, ergänzte Landrat Brötel, liegen bei über 500.000 Euro, wobei man auf eine entsprechend hohe Förderung aus Landesmitteln hoffe. Nach einem kurzen Austausch stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig dem Ausbau zu. Die Verwaltung wird zusammen mit der Firma Trapico nun das Projekt ausschreiben und dann dem Ausschuss über das Ergebnis berichten.

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