OB-Wahl Heidelberg

Bauer kann kein Bündnis gegen Würzner schmieden

Nachdem Sören Michelsburg angekündigt hatte, nicht mehr anzutreten, zogen auch andere Bewerber zurück. Jetzt kommt es zum Duell zwischen Würzner und Bauer.

10.11.2022 UPDATE: 10.11.2022 06:00 Uhr 3 Minuten, 20 Sekunden
Handschlag im Rathaus nach dem ersten Wahlgang: Grünen-Kandidatin Theresia Bauer und Amtsinhaber Eckart Würzner. Weil SPD-Mann Sören Michelsburg (Mitte) und mit ihm fünf weitere Bewerber im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten, kommt es am 27. November zum finalen Duell zwischen Bauer und Würzner. Foto: Anspach/dpa

Heidelberg. (dns/hob/jola/jul/jus/pne/rie) Die Reihen lichten sich. Traten beim ersten Wahlgang im Rennen um das Amt des Heidelberger Stadtoberhauptes noch neun Bewerber an, werden es beim zweiten am 27. November wohl nur noch drei sein: Amtsinhaber Eckart Würzner (parteilos) und seine Herausforderin Theresia Bauer (Grüne) – sowie Satire-Kandidat Björn Leuzinger (Die Partei).

Bis Mittwochabend haben die sechs anderen Kandidierenden ihren Rückzug verkündet. Ob neue Bewerber in das Rennen einsteigen, verkündet der Wahlausschuss der Stadt an diesem Donnerstag. Dies gilt jedoch als unwahrscheinlich.

In den Zweikampf um das höchste Amt der Stadt gehen sowohl Würzner als auch Bauer ohne größere Unterstützung durch andere Kandidierende. Eine Wahlempfehlung für Würzner, der mit 45,9 Prozent im ersten Wahlgang deutlich vor Bauer (28,6 Prozent) lag, hat lediglich der parteilose Sassan Khajehali ausgesprochen – er bekam im ersten Wahlgang 0,5 Prozent. Hinter Bauer hat sich nur Angeliki Papagiannaki-Sönmez – mit ihrer Wählervereinigung "Heidelberg in Bewegung" (HiB) – gestellt. Sie holte am vergangenen Sonntag 1,5 Prozent.

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Deutlich wichtiger wäre für die beiden Favoriten – und vor allem für die im ersten Wahlgang so klar unterlegene Bauer – die Unterstützung von Sören Michelsburg gewesen. Der Sozialdemokrat, dem 13,5 Prozent der Wähler ihre Stimme gaben, tritt zwar nicht erneut an, verzichtet jedoch auch auf eine Wahlempfehlung für die Grüne. Ein breites Anti-Würzner-Bündnis, wie Bauer es sich erhofft hatte, kommt damit nicht zustande.

Das lag nach RNZ-Informationen auch daran, dass manche Mitbewerber sich zwar inhaltlich eine Einigung mit den Grünen vorstellen konnten, jedoch Probleme mit der Person Theresia Bauer haben. Deshalb schlugen wohl mehrere Kandidierende vor, dass Bauer verzichten und stattdessen Michelsburg unterstützen soll.

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Obwohl ihr Plan – die politischen Kräfte, die sich einen Wechsel an der Stadtspitze wünschen, hinter sich zu versammeln – also nicht aufging, rechnet Theresia Bauer sich Chancen aus. "In meinen Augen ist eine klare Stichwahl-Situation die beste Ausgangslage, um den Wählern in den nächsten zweieinhalb Wochen zu zeigen, welche ...

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