Heidelberger Zoo

Schildkröte und Moosfrosch sind kleine Meister der Tarnung

Und daher für Besucher nur schwer zu erkennen. Also: Zeit mitbringen beim Zoobesuch. Sie tarnen sich vor Fressfeinden.

23.09.2022 UPDATE: 23.09.2022 15:28 Uhr 1 Minute, 16 Sekunden
Der Panzer der Zackenerdschildkröte erinnert an ein Laubblatt. Ein Moosfrosch im Terrarium im Raubtierhaus. Fotos: Petra Medan/Zoo Heidelberg)

Heidelberg. (RNZ/mare) Das ist doch nur eine Pflanze. Oder doch nicht? Das dürften sich viele Besucher des Heidelberger Zoos fragen, wenn sie bei Moosfrosch und Schildkröte vorbeischauen. Die Tiere sind nämlich die kleinen Meister der Tarnung, wie der Tierpark mitteilt.

Moosfrosch und Zackenerdschildkröte im Raubtierhaus haben nicht nur ausgefallene Namen, sondern auch eine besondere Erscheinung. Vorausgesetzt, man sieht sie, denn in ihren Terrarien sind sie fast nicht zu erkennen – es braucht schon etwas Zeit, bis die Zoobesucher sie entdecken.

Ihre Tarnung hat einen einfachen Grund: Sie ist ihre Lebensversicherung. Um sich vor Fressfeinden zu schützen, imitieren die Tiere das Aussehen von Pflanzen, um nicht gesehen zu werden. 

Moosfrösche leben in den Wäldern Südostasiens, am liebsten in Wassernähe, wo viele Moose und Algen wachsen. Die Haut des Moosfrosches ist mit unregelmäßigen grünen, schwarzen und braunen Warzen überzogen, sodass er wie ein großes Moosbüschel oder wie ein mit Algen bewachsender Stein aussieht. Obwohl er bis zu sieben Zentimeter groß werden kann, ist er zwischen den Moosteppichen nur schwer zu erkennen.

Eine fast ebenso gute Tarnung hat die Zackenerdschildkröte. Die Reptilien bewohnen feuchte Böden in den Laubwäldern Ost-Chinas. Ihr gezackter, braun-orange gefärbter Panzer erinnert an ein trockenes Laubblatt und fügt sich daher ideal in die Umgebung ein. Aufgrund ihres seltenen Vorkommens gelten die Schildkröten als stark gefährdet. Menschen können diese besonderen Reptilien nur mit Mühe erkennen, die Schildkröten selbst sehen überdurchschnittlich gut. Zackenerdschildkröten können beide Augen unabhängig voneinander bewegen und gleichzeitig weit entfernte und besonders nahe Objekte erkennen. So kann sie ihre Tarnung wahren, während sie nach Beute Ausschau hält. 

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Wer selbst testen will, wie schnell er diese besonderen Zoobewohner erkennen kann, sollte also beim nächsten Zoobesuch unbedingt im Raubtierhaus vorbeischauen. Besonders an kühleren oder regnerischen Tagen ist ein Aufenthalt im trockenen Raubtierhaus attraktiv. In den Terrarien dort haben Moosfrosch und Schildkröte ein Zuhause gefunden. Etwas Zeit einplanen lohnt sich – denn die Terrarien sind sicher nicht leer, sie sehen nur manchmal so aus.

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