Heidelberg

Geld gibt’s für Kultur, Partys und Räume

Das Konzept für mehr junge Feierkultur ist fertig. Der Jugendgemeinderat soll am 24. November darüber entscheiden.

18.11.2022 UPDATE: 18.11.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 54 Sekunden
Tanzen, tanzen, tanzen bei der letzten Party im alten Karlstorbahnhof. Mit dem neuen Konzept für mehr junge Feierkultur könnten hier aber vielleicht doch nochmal Partys möglich sein. Foto: Johannes Belinghof

Von Sarah Hinney

Heidelberg. 300.000 Euro hat der Gemeinderat für mehr junge Feierkultur in der Stadt zur Verfügung gestellt. Bislang war unklar, wer das Geld wie und wofür beantragen kann. Ziel war, ein Konzept zu entwickeln, das möglichst viele anspricht. Nun ist es fertig. "Heidelberg Marketing", die Nachtbürgermeister, der Jugendgemeinderat, der Stadtjugendring, politische Jugendorganisationen, Vertreter der Stadtverwaltung und des Gemeinderats haben es zusammen mit Vereinen, Clubs und Engagierten aus der Subkultur in neun Sitzungen erarbeitet.

Insgesamt sollen drei Bereiche gefördert werden: "Jugendkultur", "Partys" und "Räume". Die "Jugendkultur" soll von jungen Menschen selbst mit Leben gefüllt werden. Möglich seien etwa Kreativprojekte, Veranstaltungen und Workshops jeglicher Art. Überzeugt ein Projekt, werden die Jugendlichen bei der Umsetzung vom Stadtjugendring begleitet und unterstützt. Mit dem Förderprogramm "Partys" sollen größere Feiern in etablierten Clubs oder neuen Örtlichkeiten gefördert werden. Ziel ist die Vergrößerung des Angebots für junge Menschen in Heidelberg. Beim Förderprogramm "Räume" geht es um neue Veranstaltungsorte, die für Feierlichkeiten junger Menschen in Heidelberg geeignet sind. Angedacht ist, sie kurzfristig für die Jugendkultur zu öffnen.

Das Konzept wurde dem Jugendgemeinderat bereits übergeben, dieser soll am Donnerstag, 24. November, darüber entscheiden. Wie es dann praktisch weitergeht, erklärt "Heidelberg Marketing"-Chef Mathias Schiemer auf RNZ-Nachfrage: "Derzeit wird eine Internetseite eingerichtet. Dazu kommt eine E-Mail-Adresse. Und dort können die Konzepte dann abgegeben werden." Anschließend würden die Vorschläge auf ihre Machbarkeit geprüft. Danach entscheide eine Jury, ob der Vorschlag förderungswürdig sei, so Schiemer. Und weiter: "Ich halte mich da im Grunde ganz raus, wir helfen nur und nehmen die jungen Leute an die Hand."

Welche Projekte gefördert werden, sollen der Stadtjugendring, der Jugendgemeinderat, die Nachtbürgermeister sowie Vertreter aus Verwaltung, Clubszene und Subkultur entscheiden. In Sachen "Räume" hat die Arbeitsgruppe insbesondere den alten Karlstorbahnhof zur Zwischennutzung im Blick. "Das muss man dann sehen, wie das im Einzelfall machbar ist", sagt Schiemer. Grundsätzlich hätten das aber auch Bürgermeister Wolfgang Erichson und Bürgermeisterin Stefanie Jansen befürwortet. Bis es zur Umsetzung der ersten Projekte kommt, oder gar zur ersten Party, wird es also noch ein paar Wochen dauern. Eigentlich sollte das ...

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