Hintergrund Touristenzahlen Heidelberg

04.08.2016 UPDATE: 04.08.2016 06:00 Uhr 1 Minute, 5 Sekunden

Der Tourismus in Heidelberg ist einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren für die Stadt. Das ergab erst im vergangenen Jahr eine Studie der "dwif-Consulting" GmbH aus München. Denn die Touristen lassen oft viel Geld in der Stadt - laut Studie pro Kopf und Tag rund 42 Euro. Profiteure sind dabei vor allem die Gastronomie (42,3 Prozent), der Einzelhandel (37,3 Prozent) aber auch touristische Dienstleister (20,4 Prozent). Laut dwif macht das insgesamt einen Bruttojahresumsatz in Höhe von rund 535 Millionen Euro aus. Dabei sind die Tagestouristen diejenigen, die am meisten Geld ausgeben. Für Heidelberg ermittelte dwif-Consulting elf Millionen Aufenthaltstage durch Tagestouristen. In der Hotellerie sind Geschäftsreisende die dominierende Gruppe.

> Absolutes Rekordjahr war das Jahr 2015: Insgesamt 1 388 824 Übernachtungsgäste kamen da nach Heidelberg. Im Vergleich zum Vorjahr - also 2014 - war das eine Steigerung um 14,1 Prozent - also um absolut 171 624 Übernachtungen. Damit verzeichnete Heidelberg die höchste Zuwachsrate in ganz Baden-Württemberg - und zugleich die höchste Übernachtungszahl in der Geschichte der Stadt.

Die Bettenauslastung erhöhte sich damit auf 55,6 Prozent.

Die deutschen Gäste gaben dabei den Ausschlag: Sie übernachteten vergangenes Jahr 113 240 Mal öfter in Heidelberg als 2014 - also ein Plus von 15,6 Prozent.

USA-Gäste verzeichneten ein Übernachtungsplus von 12,5 Prozent.

China katapultierte sich mit 63,1 Prozent mehr Übernachtungen auf Platz fünf der wichtigsten Auslandsmärkte.

Schweizer übernachteten 2015 rund 38 600 Mal in Heidelberg.

Niederländer entschieden sich rund 27 000 Mal für eines der Heidelberger Hotels.

Bei spanischen Gästen stand Heidelberg im Jahr 2015 offenbar ganz oben auf der Liste, der Städte, die man mal gesehen haben muss: Die Zahlen steigerten sich um rund 87 Prozent - "eine regelrechte Explosion", wie Heidelberg Marketing damals meldete.

Bei den Japanern dagegen sanken die Zahlen 2015: Sie übernachteten um 12,9 Prozent weniger in der Stadt - absolut also minus 15 012 Übernachtungen.

Ebenso die Russen: Die Übernachtungszahlen stürzten um 28 Prozent ein. ani