TSG Hoffenheim Frauen

Spiel des Jahres gegen VfL Wolfsburg im großen Stadion in Sinsheim (Update)

Die Hoffenheimer Frauen erwarten Meister Wolfsburg in der PreZero Arena. Über 5000 Karten sind bereits verkauft.

22.09.2022 UPDATE: 22.09.2022 20:52 Uhr 1 Minute, 48 Sekunden
Das Hoffenheim-Stadion in Sinsheim. Foto: Hofmann

Von Michael Rappe

St. Leon-Rot. Zum ersten Mal veranstaltete die TSG Hoffenheim vor einem Frauenfußball-Bundesligaspiel eine digitale Medienrunde. Radiosender, Presseagenturen, Tageszeitungen und Fachmagazine waren zu Gast. Allein das zeigt schon, dass etwas ganz Besonderes bevorsteht. Für das Schlagerspiel gegen den deutschen Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg am Samstag ziehen die TSG-Frauen erstmals in die PreZero Arena um, laut Pressesprecherin Pia Kielmann sind über 5000 Karten verkauft. Das wäre ein neuer Zuschauerrekord, der im kleineren Dietmar-Hopp-Stadion bei gut 3000 Besuchern stand. Der Hype um den Frauenfußball ist nach der EM in England riesengroß, die sogenannten Highlight-Spiele der Frauen-Bundesliga werden den Zuschauerschnitt signifikant in die Höhe treiben. Bei der Live-Übertragung in der ARD wird ein Millionenpublikum erwartet.

Nur Bayern München wäre ein ähnlich attraktiver Gegner für das erste Heimspiel dieser Saison gewesen, die Nummer eins in Deutschland ist aber derzeit der VfL Wolfsburg. Zehn Vize-Europameisterinnen stehen im Kader von Erfolgstrainer Tommy Stroot, darunter die fünffache EM-Torschützin Alexandra Popp und Lena Oberdorf. Besonders diese beiden Spielerinnen begeisterten die deutschen Fans bei der Euro, nun sind sie in Sinsheim live zu sehen. "Viele Mädchen hatten männliche Vorbilder. Jetzt höre ich Kinder, die sagen, ich möchte werden wie Alex Popp oder Lena Oberdorf’", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg kürzlich. Mit ihrer außergewöhnlichen Präsenz ist Oberdorf schon mit 20 Jahren auf dem Weg zum internationalen Topstar.

"Attraktives Spiel zeigen"

An das letztjährige Bundesligaspiel in Hoffenheim haben die Wölfinnen und speziell Lena Oberdorf nicht die besten Erinnerungen. Im Dietmar-Hopp-Stadion gab es am 17. Oktober 2021 mit 1:2 die einzige Saisonniederlage überhaupt, und Oberdorf war es, die diese mit einem Eigentor in der 82. Minute besiegelte.

Auch interessant
TSG Hoffenheim: Die Oma aus der Südkurve
TSG Hoffenheim Frauen: Was Cheftrainer Gabor Gallai noch Bauchweh bereitet

Mit dem VfL kehren auch drei Ex-Hoffenheimerinnen in den Kraichgau zurück. Tabea Waßmuth und Lena Lattwein holten mit Wolfsburg das Double und zogen ins Champions-League-Halbfinale ein, Jule Brand ist gerade erst in die VW-Stadt gewechselt. "Ich fühle mich sehr wohl in Wolfsburg. Sportlich ist das noch einmal ein anderes Niveau, gerade im Training", sagte die 19-Jährige, die beim 4:0-Auftaktsieg gegen die SGS Essen eingewechselt wurde. "Ich finde es cool, dass Hoffenheim im großen Stadion spielt, als kleines Kind habe ich dort immer mit meinem Opa den Männern zugeschaut", erinnerte sich Brand.

Nach dem 1:3 in Köln mit der Roten Karte für Jana Feldkamp kommt auf die TSG gegen dieses Weltklasseteam eine Herkulesaufgabe zu. Wer die ...

(bearbeitet)
(zur Freigabe)
Möchten sie diesen Kommentar wirklich löschen?
Möchten Sie diesen Kommentar wirklich melden?
Sie haben diesen Kommentar bereits gemeldet. Er wird von uns geprüft und gegebenenfalls gelöscht.
Kommentare
Das Kommentarfeld darf nicht leer sein!
Beim Speichern des Kommentares ist ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen sie es später erneut.
Beim Speichern ihres Nickname ist ein Fehler aufgetreten. Versuchen Sie bitte sich aus- und wieder einzuloggen.
Um zu kommentieren benötigen Sie einen Nicknamen
Bitte beachten Sie unsere Netiquette
Zum Kommentieren dieses Artikels müssen Sie als RNZ+-Abonnent angemeldet sein.