Heidelberg

Tigermücken wird der Kampf angesagt

Eine Firma beseitigt Brutstätten. Die Stadt bittet Bürger um Kooperation.

15.05.2024 UPDATE: 15.05.2024 04:00 Uhr 1 Minute, 7 Sekunden
Die Tigermücke kann auch tropische Krankheiten übertragen. Foto: dpa

Heidelberg. (RNZ) Die Stadt bittet um Mithilfe der Bevölkerung bei der Bekämpfung der Tigermücke. Ab sofort suchen Mitarbeiter der Firma "Icybac Mosquitocontrol GmbH – biologische Stechmückenbekämpfung" die Bürger in Kirchheim, Rohrbach, im Pfaffengrund, Ochsenkopf, Schlierbach, in Teilen der Bahnstadt, der Südstadt und Neuenheim auf. Anwohner werden gebeten, gemeinsam mit den Mitarbeitern der Firma ihre Außengrundstücke auf Brutstätten der asiatischen Tigermücke zu untersuchen, diese zu beseitigen oder mit dem biologischen Mittel "Bti" behandeln zu lassen.

Die Kosten werden von der Stadt übernommen, für die Anwohner ist der Service kostenlos. Die Tigermückenbekämpfer sind erkennbar an ihren blauen Arbeitsshirts. Außerdem haben sie ein Legitimationsschreiben der Stadt und einen Mitarbeiterausweis dabei.

Die Stechmücke kann potenziell ein erheblicher Lästling sein, aber auch unter Umständen tropische Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. Dieses Risiko ist zwar hierzulande noch sehr gering, und bei einem Stich besteht kein Grund zur Sorge. Doch die Gefahr kann mit steigenden Sommertemperaturen zunehmen. Zudem greift die Mücke die Menschen auch tagsüber aggressiv an.

Tigermücken brüten meist im Siedlungsgebiet in kleinsten Wasseransammlungen, zum Beispiel in Regentonnen, Eimern, Gießkannen, Blumentöpfen, Untersetzern, Schirmständern, Gullys, verstopften Regenrinnen oder Autoreifen. Die Eier überstehen Trockenheit und auch kalte Winter. Belebte Gartenteiche und auch fließende Gewässer sind üblicherweise keine Brutstätten.

In Vogel- und Igeltränken können Tigermücken sich nicht entwickeln, wenn das Wasser alle fünf Tage ausgewechselt wird. Die ersten Larven kann man bereits im April finden, besonders zahlreich sind sie bei mangelnder Bekämpfung im Hochsommer.

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Es sollten Wasseransammlungen vermieden werden, die mehr als fünf Tage stehen bleiben können. Das Wasser sollte regelmäßig entleert und betreffende Gefäße lückenlos abgedeckt oder das Wasser im zweiwöchigen Rhythmus mit Bti-Tabletten behandelt werden.

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