Heidelberg

Aus für Verkehrsberuhigung in Kirchheim verärgert Grüne und GAL

"Hier herrscht Gefahr im Verzug": Nach Unfall in Kirchheimer "Dorf": kritisieren Grüne und GAL das Amt.

18.09.2023 UPDATE: 18.09.2023 06:00 Uhr 53 Sekunden
Bordstein des Anstoßes: Die Gehwegkante im „Viertel im Dorf“. Foto: lex

Heidelberg. (RNZ) Weil trotz zweier Unfälle mit Kindern innerhalb weniger Jahre im Kirchheimer Quartier "Am Dorf" kein verkehrsberuhigter Bereich geschaffen werden soll, üben Grüne und Grün-Alternative Liste (GAL) deutliche Kritik am Mobilitätsamt. Dieses hatte den Anwohnern nämlich die Verkehrsberuhigung zugesagt – und erst nach dem zweiten Unfall erklärt, dass diese rechtlich gar nicht umsetzbar sei.

"Die Situation im Gebiet ,Am Dorf‘ ist für die Anwohner mehr als unbefriedigend", zeigt sich etwa Grünen-Stadtrat Felix Grädler verärgert. Seine Fraktion fordert die Stadtverwaltung nun in einem Antrag auf, zu überprüfen, wie die Voraussetzungen für eine Verkehrsberuhigung geschaffen werden können.

"Alle hier möglichen – auch unkonventionellen – Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sollen bis allerspätestens zum Jahresende umgesetzt werden, inklusive Sondergenehmigungen oder Feldversuche", so Grädler. Denn der zweite schwere Unfall zeige deutlich: "Hier herrscht Gefahr in Verzug!"

Auch die GAL reagiert mit Unverständnis auf die Entscheidung. Besonders ärgert sich Michael Pfeiffer, selbst ehemaliger Polizist in der Verkehrsprävention, über die Aussage eines Polizeibeamten, der bei der Überprüfung anwesend war und sagte, man könne nicht "alle Anwohnerstraßen grundlos zu verkehrsberuhigten Bereichen machen".

Für Pfeiffer nach zwei Unfällen, die nur durch Glück glimpflich ausgegangen seien, nicht nachvollziehbar: "Wir fragen uns, wann denn für ihn ein Grund vorliegen könnte. Wir wollen nicht warten, bis es einen polizeilichen Grund gibt, für uns liegen die Gründe schon jetzt vor."

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