Heidelberg

13 von 37 Parkplätzen in der Friedrich-Ebert-Anlage entfallen

Von den Umgestaltungsplänen sollen Fahrradfahrer und Schüler profitieren. Es gibt weniger Stellplätze.

13.02.2024 UPDATE: 13.02.2024 06:00 Uhr 1 Minute, 46 Sekunden
Die Friedrich-Ebert-Anlage soll insbesondere für Radfahrer sicherer werden. Rechts befindet sich das Hölderlin-Gymnasium, links soll eine neue Feuerwache gebaut werden. Foto: jola

Von Hannes Huß

Heidelberg. Am wichtigsten ist natürlich die Verkehrssicherheit, betonte Jaspreet Singh im Bezirksbeirat Altstadt. Der Verkehrsplaner war bei der jüngsten Sitzung zu Gast, um die Neugestaltungspläne für die Friedrich-Ebert-Anlage im Abschnitt am Hölderlin-Gymnasium vorzustellen. Diese stammen schon aus dem Jahr 2017, doch nun müssen sie deutlich angepasst werden.

Der Grund dafür ist der geplante Neubau für die Freiwillige Feuerwehr gegenüber dem Gymnasium, die acht Parkplätze vor ihrer Ausfahrt benötigt. Ebenfalls wird jetzt die Schießtorstraße in die Planungen einbezogen, wo aktuell auf beiden Gehwegseiten geparkt werden darf. "Da ist der Gehweg nur 0,8 Meter breit, die Leute können nicht entlanglaufen", so Singh.

Zukünftig soll in der Straße nur noch einseitig geparkt werden dürfen, wodurch der nutzbare Gehweg auf der anderen Seite breiter wird. Beginn der Umsetzung soll schon im Frühjahr dieses Jahres sein: "Je nach Wetterlage wollen wir so schnell wie möglich mit den Markierungsarbeiten beginnen", so Singh.

Auch auf der Friedrich-Ebert-Anlage genießen nutzbare Gehwege hohe Priorität. Das bisher praktizierte Gehwegparken auf der Südseite der Straße soll aufhören, damit auch hier die Bürgersteige breiter und vor allem sicherer werden.

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Im Zuge dessen entfallen 13 der bisher 37 Parkplätze, von denen nicht alle offiziell als solche ausgewiesen sind, wie Singh betonte. Außerdem soll der Radstreifen direkt neben den Gehweg gelegt werden, was die Verkehrssicherheit deutlich erhöhe.

"Die meisten gefährlichen Unfälle entstehen durch unaufmerksames Türöffnen", so Singh. Anders als in der Radstrategieplanung der Stadt vorgesehen, wird dieser Radstreifen allerdings nicht zweispurig sein.

Stattdessen überlege man aktuell, wie man die zentrale Bedeutung der Ebert-Anlage für die Radstrategie anders umsetzen könne. "Vielleicht gibt es einen Tunnel, aber aktuell wissen wir einfach bisher nicht, wie wir da langfristig planen wollen."

Die Eignung der Ebert-Anlage für den Radverkehr zog Bezirksbeirat Gerd Guntermann (Grün-Alternative Liste) in gewisser Hinsicht in Zweifel: "Wenn ich aus der Altstadt zum Hauptbahnhof muss, ist es schneller über die Plöck. Auf der Ebert-Anlage sind zu viele Ampeln", sagt Guntermann.

Doch die Plöck ist nicht unbedingt eine tragfähige Alternative für den Radverkehr der Ost-West-Achse. Denn die Straße wird stark genutzt von Radfahrern, Fußgängern, Autofahrern und dem Lieferverkehr: "Aktuell ist es so, dass die Leute bremsen müssen, auch wenn sie Vorfahrt haben", erklärte Singh.

Auch die Einrichtung eines Tempolimits von durchgängig 30 km/h wurde von den Bezirksbeiräten angeregt: "Das haben wir als Gremium schon häufiger gewünscht", sagte Peter Grün-Schultes von den "Heidelbergern".

Ihm schwebte eine Tempo 30-Zone ab dem Parkhaus P9 vor. Das konnte Singh allerdings nicht zusagen, da die verkehrsrechtlichen Hürden dafür sehr hoch sind: "Das ist natürlich ein ausgesprochen interessantes Thema, aber wir können das nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen einrichten." Stattdessen schaue man, dass man den Verkehr aus Richtung Osten entschleunigt.

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