Österreich/Kärnten

Unterwegs auf der Kärntner Seen-Schleife

Zehn Seen und zwei Flüsse. Wer im Süden Österreichs mit dem Fahrrad der großen Seen-Schleife folgt, erlebt so manches blaue Wunder - im positiven Sinne.

09.05.2022 UPDATE: 09.05.2022 11:21 Uhr 3 Minuten, 20 Sekunden
Hoch hinaus geht es auf dem Pyramidenkogel am Wörthersee. Foto: dpa

Villach (dpa) - In den Alpen drängt sich der Weißensee als Naturbursche zwischen die Berggipfel. Am Millstätter See sind die Buchten voll mit Legenden. Geschäftiges Treiben herrscht am mondänen Wörthersee mit Gourmetlokalen und Dolce-Vita-Gefühl unter Palmen. Ein Stückchen weiter, am Keutschacher See, wechselt die Szenerie. Es wird still zwischen Schilf, Pfahlbauten und schattigen Wäldern.

Hintergrund

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Anreise: Zum Airport Klagenfurt geht es direkt von Köln/Bonn, ansonsten meist mit einem Zwischenstopp in Wien. Mit dem Auto ist Kärnten von Deutschland aus am schnellsten über die Tauernautobahn A10 zu

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Informationen:

Anreise: Zum Airport Klagenfurt geht es direkt von Köln/Bonn, ansonsten meist mit einem Zwischenstopp in Wien. Mit dem Auto ist Kärnten von Deutschland aus am schnellsten über die Tauernautobahn A10 zu erreichen. Villach und Klagenfurt haben Fernbahnhöfe. Von München nach Villach dauert es per Zug rund viereinhalb Stunden.

Kärntner Seen-Schleife: Die Große Schleife ist rund 340 Kilometer lang und teilt sich in mehrere Tagesetappen auf. Meist geht es auf asphaltierten oder geschotterten Radwegen entlang, ein Teil verläuft auf Landstraßen. Vor allem für die bergigere Westschleife empfiehlt sich ein E-Bike. Es gibt Verleihstationen für Räder und Zubehör.

Touren im Detail: Alle Etappen sind online mit GPS-Daten und Höhenprofilen beschrieben unter www.touren.kaernten.at; viele Infos zum Radfahren in Kärnten gibt es unter www.radland.kaernten.at

Informationen: Kärnten Werbung GmbH, Völkermarkter Ring 21-23, 9020 Klagenfurt, Österreich (Tel: +43 463 3000; Mail: info@kaernten.at; Website: www.kaernten.at)

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Fröhlich türkis. Silbrig glänzend. Geheimnisvoll nachtblau. In Kärnten beherrschen die Seen das Spiel mit der Farbe. Immer wieder zeigt sich das Wasser anders. Mal liegt es ganz ruhig und die Berge spiegeln sich auf der glatten Oberfläche. Dann plätschert es wieder aufgeregt ans Ufer. Fast erscheint es so, als habe jedes Gewässer eine eigene Persönlichkeit.

Klar, in vielen Regionen reihen sich Seen aneinander. Doch die Landschaft ist selten so abwechslungsreich wie im Süden Österreichs. Auf 340 Kilometern führt die Große Kärntner Seen-Schleife als Radrundweg zu zehn Seen und zwei Flüssen der Region. Wer die Tour fährt, dem wird die Vielfalt der Seen erst so richtig bewusst.

Musik am Ossiacher See

Jazz, Klassik, Orgelmusik, Schiffssirenen, ein krähender Hahn. Beim Stift Ossiach gibt es viel zu hören. Das frühere Benediktinerkloster aus dem 11. Jahrhundert ist heute Heimat des "Carinthischer Sommer". Das Festival gehört zu den bedeutendsten Musikevents Österreichs.

Immer wieder proben die Musiker bei offenem Fenster. Allein schon wegen des barocken Stiftes lohnt sich die Runde um den Ossiacher See, nordöstlich von Villach.

Etwas weiter den See hinauf an der Mündung der Tiebel heißt es Absteigen und Schieben. Auf dem Weg durch das Naturschutzgebiet Bleistätter Moor ist Radfahren nicht erlaubt. 2017 wurde das Ostufer geflutet und bekam dadurch sein ursprüngliches Aussehen zurück.

Wem die 30 Kilometer rund um den Ossiacher See zu kurz sind, der radelt gleich weiter bis zum Millstätter See und kann unterwegs noch in den Afritzer See und den Brennsee hüpfen.

Schätze am Millstätter See

Wirft er da etwa eine Frau ins Wasser? Die Statue vom Heiligen Domitian mitten im Millstätter See wirkt dramatisch. Um das Jahr 800 soll er durch ein Unglück in seiner Familie - sein Sohn ertrank im See - zum Christentum bekehrt worden sein.

Domitian soll Tausende Statuen, lateinisch: mille statuae, ins Wasser geworfen haben. Der ...

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