Tipps für Untrainierte

So kommen Sie (sicher) mit dem Fahrrad zur Arbeit

Mit dem Rad zur Arbeit: Zehn Kilometer schaffen auch Untrainierte. Am besten mit niedrigem Gang starten.

24.05.2022 UPDATE: 26.05.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 26 Sekunden
Wer mit dem Rad zur Arbeit pendelt, sollte darauf achten, dass der Lenker zum Körper passt. Foto: Getty

Von Ricarda Dieckmann

Einige tun es seit Jahren, andere liebäugeln erst angesichts der hohen Benzinpreise damit: mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Aber: Wie gelingt der Umstieg, wenn man bislang im Alltag kaum auf zwei Rädern unterwegs war – und längst keine Waden und Oberschenkel aus Stahl hat? Tipps, wie der Anfang gelingt:

Der Trainingszustand

Schaffe ich als untrainierter Mensch einen Arbeitsweg von zehn Kilometern überhaupt auf dem Fahrrad? Klar, sagt Ingo Froböse, Professor für Prävention und Rehabilitation im Sport an der Deutschen Sporthochschule Köln.

"Jeder, der eine halbe Stunde gehen kann, kann auch eine halbe Stunde Radfahren", sagt er. So lange dauert es ungefähr, bis man zehn Kilometer auf dem Rad geschafft hat. Für den Anfang plant man besser eine Dreiviertelstunde ein, so der Sportwissenschaftler.

Die Zeitplanung

Um pünktlich am Arbeitsplatz aufzukreuzen, sollte man die "Rüst-Zeit" nicht vergessen, rät Tim Böhme, Referent für Trainerausbildung beim Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Denn während nach der Autofahrt die Parkplatzsuche wartet, endet eine Radfahrt damit, das Gefährt anzuketten, sich frisch zu machen oder gar zu duschen. Damit kein Stress aufkommt, will auch dafür Zeit einkalkuliert sein.

Die Strecke

Eine Radtour beginnt mit einer guten Planung, der Arbeitsweg auf zwei Rädern ebenso. "Kann ich mit meinem Rad komfortabel den Arbeitsweg meistern? Diese Frage sollte man sich vorab stellen", sagt Tim Böhme.

Dabei geht es auch um die jeweiligen Eigenheiten der Strecke. Am Morgen und am Nachmittag wird es nämlich auch auf vielen Radwegen voll. Der Fahrrad-Experte rät deshalb, eine Strecke zu wählen, die mit breiten Radwegen ausgestattet ist. "Auch Einbahnstraßen sind gut geeignet."

Der kürzeste Weg zum Ziel muss nicht unbedingt der beste sein. Wartet auf halber Strecke ein steiler Berg, nimmt man besser eine angenehmere Route – auch wenn diese etwas länger ist.

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