Mannheim

Rhein Neckar Air verschiebt Start erneut

Die regionale Fluggesellschaft fliegt frühestens Mitte September nach Berlin und Hamburg.

20.06.2022 UPDATE: 21.06.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 18 Sekunden

Flugzeug des Typs Dornier 328 der Rhein-Neckar Air. Foto: Firmenbild

Mannheim. (mk) Die regionale Fluggesellschaft Rhein-Neckar Air (RNA) hat die Wiederaufnahme ihres Linienverkehrs nach Berlin und Hamburg erneut verschoben. Das geht aus Einträgen auf der Webseite der Airline hervor. Eigentlich wollte die vom Mannheimer City Airport aus operierende Fluggesellschaft die beiden Strecken Ende Juni reaktivieren. Doch die Buchungen waren offenbar nicht ausreichend. Nun peilt das Unternehmen einen Neustart Mitte September an. Eine Begründung für die Entscheidung lieferte die RNA am Montag nicht.

Die von der bayerischen MHS Aviation durchgeführten Flüge der Rhein-Neckar Air sind auf den Geschäftsreiseverkehr ausgelegt, der aufgrund der Corona-Pandemie besonders stark abgesackt war. Manche Luftverkehrs- und Touristikunternehmen erwarten eine deutlich spätere Rückkehr als beim Urlaubsgeschäft – wenn überhaupt. Denn immer mehr Firmen verzichten auf die dienstlichen Reisen auch aus Nachhaltigkeits- und Kostenaspekten und ersetzen sie durch Videokonferenzen. Der Reisekonzern Tui Deutschland hatte deshalb bereits angekündigt, seine Sparte für Geschäftsreisen zum Großteil aufzulösen.

Die 2013 gegründete Rhein-Neckar Air hatte die Verbindungen nach Berlin und Hamburg seit dem Frühjahr 2020 ausgesetzt und fliegt derzeit – neben dem Chartergeschäft – nur noch in der Sommersaison dreimal pro Woche von Mannheim aus nach Sylt.

Eine Wiederaufnahme der Hamburg-Verbindung hatte die RNA erstmals im September 2020 versucht, wegen der auch damals schwachen Buchungen aber schon nach einer Woche wieder gestoppt. Danach war es lange unklar gewesen, ob und wie es mit den Verbindungen nach Berlin und Hamburg weitergehen würde. Der Neustart der Strecken war dann zunächst für Mai vorgesehen und wurde zunächst auf den 27. Juni verschoben.

Die RNA hatte daher vorsorglich ihren Neustart ohnehin mit einem deutlich ausgedünnten Flugplan vorgesehen. So war zunächst nur eine Verbindung pro Woche nach Berlin geplant, vor der Corona-Pandemie flog man unter der Woche bis zu zweimal täglich. Nach Hamburg soll es nach bisheriger Planung drei Mal pro Woche gehen.

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Die RNA ist die einzige noch verbliebene unabhängige Regionalfluggesellschaft in Deutschland. Sie wurde 2013 von einem Förderverein gegründet, dem zehn große Unternehmen aus der Rhein-Neckar-Region angehören – darunter Konzerne wie SAP und HeidelbergCement. Seit 2016 gehört die Fluggesellschaft mehrheitlich privaten Investoren. Allerdings schrieb sie bislang durchgehend Verluste.

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