Hintergrund Impfchaos ZIZ II

09.03.2021 UPDATE: 09.03.2021 06:00 Uhr 51 Sekunden

Termin ist keine Impfberechtigung - Sozialministerium äußert sich

Auf Anfrage der RNZ hat das Sozialministerium in Stuttgart am Dienstag erläutert, warum auch zuletzt so viele Impfwillige trotz gebuchter Termine abgewiesen wurden.

Die Software für die Terminbuchung online und im Callcenter, so ein Sprecher, werde vom Bund zur Verfügung gestellt. Dieser sei auch für die Programmierung verantwortlich. Man habe "zwischenzeitlich" erfahren, dass bereits am Wochenende Änderungen in der Terminbuchung vorgenommen worden seien. Das habe der Bund im Vorgriff auf die aktualisierte Impfverordnung und die Empfehlung des AstraZeneca-Impfstoffs auch für über 65-Jährige getan. Aber: Diese tritt erst am Donnerstag in Kraft. Und als Zugeständnis sollte die Terminvergabe für die neuen Impfberechtigten eigentlich erst am Dienstag starten. So konnten auch über 65-Jährige schon früher Termine für AstraZeneca buchen, mussten aber am Montag in den Impfzentren trotzdem wieder nach Hause geschickt werden. Denn: "Ein gebuchter Termin oder eine Terminbestätigung ist noch keine Impfberechtigung."

Über die damit verbundenen Erlebnisse der Zurückgewiesenen äußerte der Sprecher Bedauern. "All die geschilderten Probleme sollten seit heute der Vergangenheit angehören." "Vereinzelte Fehler" würden sich aber in dieser riesigen, "noch nie geprobten Maschinerie" nicht vollständig vermeiden lassen. Es gebe derzeit eine sehr hohe Impfbereitschaft und verständlicher Weise den dringenden Wunsch von vielen Bürgern, bald geimpft zu werden – "worüber wir uns sehr freuen", so der Sprecher.