Hintergrund Erbswurst Knorr

17.12.2018 UPDATE: 21.12.2018 06:00 Uhr 28 Sekunden

Schnelle Suppe: Ein Teilstück der Erbswurst wird mit einem Viertelliter Wasser aufgekocht - fertig. Das Fertigprodukt gab es grün (mit Spinat) und gelb (mit Kurkuma). Foto: Hans Georg Frank

Firmengründer Carl Heinrich Knorr (1800-1875) ließ sich 1834 der Liebe wegen in Heilbronn nieder. Der Kaufmann stammte aus Meerdorf bei Braunschweig, am Neckar lernte der Witwer seine zweite Frau kennen: Caroline Seyffardt. Sie eröffneten 1838 einen Gemischtwarenladen, betrieben einen Handel mit Landesprodukten. In einer neuen Fabrik wurden Zichorien in Ersatzkaffee verwandelt. Die Erfolge verlangten größere Produktionsräume. Am Stadtrand entstand ein Neubau für die "erste und bedeutendste Nahrungsmittelfabrik Württembergs", heißt es in einer Festschrift der Handelskammer. Zeitweise wurden auch Nudeln hergestellt. 1911 baute Knorr die damals größte Makkaronifabrik der Welt. Aktien sicherten ab 1899 das Überleben der Knorr AG. In den 1920er Jahren stieg Maizena ein, seit 2000 hören Knorrs Köche auf das Kommando des britisch-niederländischen Konzerns Unilever. Aktuell stehen 1100 Namen auf der Lohnliste. (hgf)