Rhein-Neckar Löwen gegen Füchse Berlin

32:34-Niederlage im Spitzenspiel

Die positive Nachricht ist, dass Patrick Groetzki verlängert bis 2026.

25.11.2022 UPDATE: 24.11.2022 21:50 Uhr 1 Minute, 50 Sekunden
Dynamisch in der Luft: Olle Forsell Schefvert (am Ball) war für die Löwen in Angriff und Abwehr eine wichtige Stütze. Foto: vaf

Von Tillmann Bauer

Mannheim. Zumindest eine kleine Party gab’s schon vor dem Anpfiff. In der stimmungsvollen Hauptrolle: Patrick Groetzki. Der Rekordspieler und Kapitän der Rhein-Neckar Löwen erschien plötzlich auf dem überdimensional großen Videowürfel in der SAP Arena und sprach zu den Leuten: "Einmal Löwe, immer Löwe!" Soll konkret heißen: Der aus Pforzheim stammende Rechtsaußen hat sein auslaufendes Arbeitspapier zum sechsten Mal (!) verlängert und bleibt mindestens bis 2026 (dann ist er 36) bei dem Verein, dem er schon seit Beginn seiner Profi-Laufbahn 2007 stets die Treue hält. Welch seltene Sport-Romantik!

Es sollten die letzten guten Nachrichten an diesem Abend bleiben …

Patrick Groetzki

Denn wenige Stunden später war klar: Die Rhein-Neckar Löwen bleiben zwar das Überraschungsteam der Handball-Bundesliga, konnten mit dem Meisterschaftsanwärter aber nur 30 Minuten mithalten. Im Spitzenspiel – Erster gegen Dritter – gab’s am Donnerstagabend eine doch sehr verdiente 32:34 (16:16)-Heimpleite gegen Tabellenführer Füchse Berlin. 8154 Zuschauer (das ist neuer Saison-Rekord!) sahen über weite Strecken ein Tempohandball-Spiel – das im tierischen Duell das bessere Ende für den Favoriten hatte.

"In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen abreißen lassen. Warum, weiß ich auch noch nicht", meinte Juri Knorr. Der Nationalspieler machte ein fabelhaftes Spiel und erzielte elf Tore. Er sagte: "Vielleicht war Berlin heute ein bisschen reifer als wir." Das traf es gut. So rutscht die Mannschaft von Coach Sebastian Hinze nun in der Tabelle (21:7-Punkte) etwas ab. Und die Füchse (25:3) haben mit diesem Auswärts-Coup ihre Ansprüche auf den Titel eindrucksvoll untermauert.

Schließlich wurde so auch der siebte Löwen-Sieg im siebten Heimspiel verpasst. Gute Teams aus Melsungen, Flensburg und Hannover wurden daheim in dieser Runde schon niedergerungen. Nun brachen die Hauptstädter die Serie.

In einem engen, hitzigen und emotionalen Handball-Spiel bewegten sich lange beide Teams im Gleichschritt (10:10/14:14/20:20). Dann letztendlich entscheidend: Nach der Pause fingen sich die Löwen innerhalb von sieben Minuten einen 1:6-Lauf und lagen plötzlich 21:26 (44.) hinten.

Routinier Hans Lindberg versenkte cool seine Würfe, der ...

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