Mannheimer Adler

Center-Notstand bei den Adlern

Am Freitag in Bietigheim, am Sonntag gegen Wolfsburg.

25.11.2022 UPDATE: 25.11.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 23 Sekunden
Jordan Szwarz wird den Adlern in Bietigheim fehlen, am Sonntag gegen Wolfsburg könnte der Mittelstürmer wieder dabei sein. Foto: vaf

Von Rainer Kundel

Mannheim. Vor einer Woche schien sich die Personallage der Mannheimer Adler zu entspannen – ein Trugschluss. Im Eishockey kann binnen weniger Stunden viel passieren, inzwischen haben die Blau-Weiß-Roten gar einen Notstand an Mittelstürmern. Der langzeitverletzte Tyler Gaudet (Knieverletzung / bis Januar), seit jüngstem Tim Wohlgemuth (etwa vier Wochen) und kurzfristig Jordan Szwarz. Die Adler gehen ohne drei Bully-Spezialisten in das Landesderby beim Schlusslicht Bietigheim Steeles (Freitag, 19.30 Uhr). Während sich Wohlgemuth letzten Sonntag bei einer nicht geahndeten Attacke des Berliners Roßmy eine Beckenverletzung zugezogen hat, besteht bei Szwarz zumindest eine kleine Einsatzchance für Sonntag. Deshalb rückt Taro Jentzsch eine Reihe hoch zu Borna Rendulic und Nigel Dawes.

Aus diesem Grund musste der DEL-Klub auch von seiner Zusage zurückrudern, Simon Thiel und Luca Tosto für einige Zeit an Kooperationspartner Heilbronner Falken abzustellen. Beide Förderlizenzspieler werden mit dem etatmäßigen Verteidiger Mark Katic die vierte Sturmreihe bilden. Die Ausfälle führten auch zu einer Neuaufstellung im Überzahlspiel.

Die wenigen "Kiebitze" beim Mittwochstraining konnten dabei die gleichen Powerplay-Einheiten sehen, wie sie letzten Freitag beim 5:2-Sieg in Ingolstadt erfolgreich agierten, am Sonntag (3:4 n.V.) gegen die Eisbären Berlin beim Stand von 3:1 den vierten Treffer aber mehrmals verpassten. Mit Verteidiger Thomas Larkin als Rechtsschütze auf der linken Seite anstelle von Szwarz. "Unser Powerplay sieht gut aus, aber in Momenten wie gegen Berlin müssen wir daraus Kapital schlagen", wurde Bill Stewart deutlich. "Der Punkt war, dass wir gegen eine Mannschaft gespielt haben, die wusste auf was es ankommt."

Weiter eine Krux ist der springende Puck. David Wolf monierte kürzlich, dass der Puck selbst bei sauberen Pässen mitunter "dopst", was die Scheibenannahme erschwert. Stewart verglich letzten Sonntag die Hartgummischeibe mit einem Tennisball. Das macht erforderlich, dass die Mannschaft selbst im Training bei Übungen wie Spielaufbau oder Überzahl die limitiert vorhandenen Spielpucks benutzt.

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Zur Erklärung: Seit Saisonbeginn ist im Spielgerät ein Chip in der Größe einer zwei Euro-Münze zur Leistungsmessung eingebaut. Was im Ganzen eine andere Konsistenz verleiht, weil der Chip leichter ist als das entnommene Stück Hartgummi. "Die NHL hat das Problem schon gelöst, die DEL noch nicht", berichtet Teammanager Youri Ziffzer.

Freitag, 19.30 Uhr: Bietigheim Steelers - Adler Mannheim; Sonntag, 15.15 Uhr: Adler - Grizzlys Wolfsburg (live in ServusTV).

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