Beim Fußweg zum Edeka tut sich was
Stadt hat erste Vorbereitungen für neuen Fußweg getroffen - Grün musste weichen

Ende Gelände: Dieser Zaun lässt eine Abkürzung zum Einkaufen nicht mehr zu. Foto: sg
Eppelheim. (aham) Am Bahndamm tut sich was. Deutlich lichter ist der Grünstreifen im Süden Eppelheims geworden - und das, obwohl einst schwere Geschütze aufgefahren wurden, um ihn zu schützen. Dass der Protest aber nicht allzu laut ausfällt, liegt an einem anderen Dauerstreit in Heidelbergs Nachbarstadt: der Edeka-Zaun.
Seit 2013 kappt dieser Metallzaun nämlich die direkte Verbindung vieler Eppelheimer zum Edeka-Markt. Errichtet hatte ihn die Eigentümergemeinschaft der Wohnungen über dem Einkaufsmarkt. Sie fühlten sich durch die Fußgänger gestört, die über den Trampelpfad über den Bahndamm kamen.
Es gründete sich eine Protestinitiative, die mehrfach demonstrierte und es gab Gerichtsverfahren gegen den Zaun - bis die Stadt schließlich einlenkte. Sie schloss in diesem Jahr einen Gestattungsvertrag mit der Deutschen Bahn ab, um einen rechtmäßigen Weg anlegen zu können, der um den Metallzaun herumführt.
"Was ist denn der aktuelle Stand?", wollte Martin Gramm (Grüne) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates dazu wissen. Er ärgerte sich zudem, dass zwei CDU-Räte eine E-Mail vom städtischen Bauamt erhalten hätten - nicht aber alle Ratsmitglieder. Laut dieser Mail sei ein Diplom-Biologe wegen des Grünbestandes vor Ort gewesen. "Was kam dabei heraus und was hat das die Stadt gekostet?", hakte Gramm weiter nach.
Bürgermeisterin Patricia Rebmann erwiderte, dass das Thema in den Technischen Ausschuss komme, sobald die Pläne durch seien. Fest stehe: "Ein Weg oben am Parkplatz entlang ist nicht möglich." Dafür brauche es eine Stützmauer und das stünde in keinem finanziellen Verhältnis zur Sache. Daher habe man eine andere Lösung gefunden, die man im Ausschuss vorstellen werde.
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Was die Mail an die CDU angehe, so liege das vermutlich daran, dass diese eine Anfrage gestellt hätte. Was die Aufgabe des Biologen angehe, führte die Rathauschefin aus: "Er hat dafür gesorgt, dass wir nichts Falsches wegschneiden." Denn sie wolle gerade am Bahndamm kein Grün entfernen, was nicht unbedingt weichen müsse. Die Frage nach dem Honorar blieb unbeantwortet.