Vier Windräder sollen auf den "Welscheberg" in Hainstadt

ABO-Wind: Und dabei soll es bleiben - Bürger von Hainstadt über das Vorhaben informiert - Gesamtleistung von 13,8 Megawatt

16.12.2015 UPDATE: 17.12.2015 06:00 Uhr 2 Minuten, 30 Sekunden

Groß war der Andrang der Bürger bei der Informationsveranstaltung über die geplanten Windräder auf dem Welscheberg. Foto: J. Hauck

Hainstadt. (K) Auf dem "Welscheberg" in Hainstadt plant das Unternehmen ABO-Wind, einen Windpark mit vier Windkrafträdern zu bauen. Bei einer Informationsveranstaltung in Pfarrscheune am Dienstagabend stellte der Fachbereichsleiter der Stadt Buchen, Günter Müller, die Fläche vor, auf der diese Maßnahme entstehen soll, während Axel Krahl, Leiter des Geschäftsbereichs Bauen & Umwelt beim Landratsamt die Voraussetzungen für die Genehmigung des Windparks in allen seinen Details erläuterte. Schließlich informierten die beiden Mitarbeiter des ABO-Wind, Georg von Aretin und Stefan Schuck die Besucher über das geplante Bauvorhaben.Hierbei wurde von Stefan Schuck auf Nachfrage aus der Bürgerschaft versichert, dass es dort bei den vier Windrädern auch bleiben soll und weitere Windräder nicht vorgesehen sind.

Bürgermeister Roland Burger zeigte sich sehr erfreut über das große Interesse seitens der Bevölkerung, platzte doch der Saal aufgrund der hohen Besucherzahl aus allen Nähten. "Bei der Bevölkerung besteht Interesse für den Bau und die Nutzung von Windkrafträdern dort, wo der Wind weht". Dies unterstrich der Bürgermeister bei seiner einführenden Rede. Doch da immer mehr Windparks entstehen würden, müsse man diese Vorhaben steuern und prüfen,ob diese für den vorgesehenen Standort geeignet seien.

Der Fachbereichsleiter der Stadt Buchen, Günter Müller, betonte, dass überall die Voraussetzungen für den Bau von Windparks "Tor und Tür" geöffnet seien, wo die gegeben sind. Sehr wichtig sei, dass bei diesen Flächen auch genügend Wind wehe. Die mindeste Windgeschwindigkeit betrage 5,5 Meter je Sekunde, der Standort müsse eine Fläche von 20 Hektar ausweisen.

Axel Krahl erläuterte die Schritte, die beim Genehmigung von Windkraftanlagen eingehalten werden müssen. Breiten Raum seiner Ausführungen widmete Axel Krahl den Genehmigungsvoraussetzungen, wobei das "Schutzgut Mensch" Priorität genieße. Zum Gesundheitsschutz für die Menschen gehöre, dass die vorgegebenen Werte wie Lärmbelästigung, Infraschall, Schattenwurf und Lichtimmissionen nicht überschritten werden dürfen. Eingehalten werden müssen beim Bau von Windparkanlagen auch die öffentlich-rechtlichen Vorschriften wie Bauplanungs- und Bauordnungsrecht.

Auf das Genehmigungsverfahren eingehend, führte Krahl zunächst aus, dass die Genehmigungsbehörde für den Windpark "Welscheberg" auf der Gemarkung Hainstadt das Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises sei. Hierbei erfolge aber auch eine umfangreiche Beteiligung von Behörden und Trägern öffentlicher Belange, bis der Genehmigungsbescheid endgültig erteilt werde.

Im dritten Teil stellten die Mitarbeiter vom Unternehmen ABO-Wind, Abteilungsleiter Georg von Aretin, und Teamleiter Stefan Schuck, die geplante Maßnahme Windpark "Welscheberg" vor. Diesem Unternehmen obliegen, wie Stefan Schuck zunächst ausführte, die Planung, die Finanzierung, der Bau sowie die Betriebsführung des Windparks mit einer Höhenlage von 430 bis 450 Meter und eine Windstärke von sechs Meter je Sekunde. Somit seien bei dieser Fläche die Voraussetzungen gegeben, die Windkraft zu nutzen, wie auch der Regionalplan der Region Rhein-Neckar und der Flächennutzungsplan der Stadt Buchen dies bestätigen würden. Das Areal liege außerhalb von Schutzgebieten und die gesetzlichen Grenzwerte zur Schall- und Schattenemission würden eingehalten.

Auch seien die Abstände zur Wohnbebauung ausreichend. Die Nabenhöhe der Windräder betragen 149 Meter die Gesamthöhe 212 Meter. Und jedes Windrad bringe eine Leistung von 3,45 Megawatt, so dass alle vier Windräder eine Leistung von 13,8 Megawatt Gesamtleistung erbringen und 8 850 Drei-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden können. Den Genehmigungsantrag für den Bau des Windparks werde man Anfang des Jahres 2016 einreichen, während der Baubeginn im vierten Quartal 2016 und die Inbetriebnahme im zweiten Quartal 2017 geplant seien.

An Hand von Fotoaufnahmen an einigen Standorten von Hainstadt zeigte Stefan Schuck auf, dass die geplanten Windkrafträder die dortigen Bewohner wohl kaum beeinträchtigen würden.

Wie sehr das Thema Bau des Windparks "Welscheberg" die Bürger bewegt, zeigte sich bereits während der Ausführungen der Redner, denn immer wieder stellten Anwesende teils doch recht kritische Fragen vor allem an den Vertreter des Landratsamtes, Axel Krahl, der diese jedoch meist zur Zufriedenheit der Fragensteller beantwortete. Sehr sachlich verlief auch die anschließende Diskussion, wobei mehrere Besucher die Gelegenheit nutzten, die Sorgen und Probleme zu nennen, die ihnen auf den Nägeln brennen.

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