Chemieunfall in Mannheim

Ende der Ermittlungen nicht in Sicht (Update)

Der bestellte Gutachter untersucht die 200 Hydrosulfit-Fässer des Containers. Noch immer ist nicht klar, wie es zu dem Chemieunfall im Hafen kommen konnte.

23.08.2022 UPDATE: 21.09.2022 08:25 Uhr 22 Minuten, 43 Sekunden
Vorsichtig werden die Fässer von Einsatzkräften in voller Schutzmontur geborgen. Foto: Stadt Mannheim

Mannheim. (dpa) Einen Monat nach dem Chemieunfall am Mannheimer Hafen ist ein Ende der Ermittlungen zu den Ursachen noch nicht abzusehen. Ein Gutachter untersuche die knapp 200 Fässer mit Hydrosulfit aus einem Container, aus dem giftige Dämpfe entwichen waren, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim der Deutschen Presse-Agentur. Bislang gebe es keine neuen Erkenntnisse.

Die Behörde ermittelt, da der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung besteht. Im Moment richten sich die Ermittlungen gegen unbekannt. 17 Menschen waren im August durch den Austritt giftiger Dämpfe leicht verletzt worden.

Ein Sachverständiger des Fachgebiets Gefahrgut und Logistik untersucht die Behälter mit dem Reinigungsmittel für die Textilindustrie auf dem Gelände der BASF. Der Chemiekonzern wollte den Container in die Türkei schicken. Im Jahr verkauft das Unternehmen mehrere Tausend Tonnen davon. Die beschädigte Ladung in dem Container umfasste 22 Tonnen. Der Bergung des Inhalts war ein schwieriges Manöver, weil der erhitzte Container lange auf eine Temperatur abgekühlt werden musste, die das Öffnen erlaubte.

Hydrosulfit neigt bei unsachgemäßer Handhabe zur Selbstentzündung. Die Folge: Bei der Verbrennung entstehen Schwefeldioxid und Schwefel. Das Einatmen von Schwefeldioxid kann zur Reizung von Augen und Atemwegen führen. Es wird vermutet, dass eine solche Reaktion in dem Container abgelaufen sein könnte.

Update: Mittwoch, 21. September 2022, 8.24 Uhr


Die Ursachensuche geht weiter

Mannheim. (dpa) Rund eine Woche nach dem Chemieunfall am Mannheimer Hafen ist noch nicht abzusehen, ob und wann die Ursache für den Austritt giftiger Gase aus einem Überseecontainer gefunden wird. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Ermittlungen andauerten und eine Prognose über Art und Zeitpunkt ihres Abschlusses nicht möglich sei.

Die Mannheimer Behörde ermittelt, da der Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung besteht. Im Moment richten sich die Ermittlungen gegen Unbekannt. 17 Menschen waren durch den Austritt giftiger Dämpfe aus dem Behälter am Dienstag vergangener Woche leicht verletzt worden.

Die Behörde hat einen Sachverständigen aus dem Fachgebiet Gefahrgut und Logistik mit Untersuchungen zur Klärung des Störfalls beauftragt. Der Chemiekonzern BASF, der die von ihm stammenden Fässer aus dem Container auf ...

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