Heidelberg

Materials kauft eine Recyclingfirma

Das Heidelberger Unternehmen möchte die Kreislaufwirtschaft stärken.

25.11.2022 UPDATE: 25.11.2022 06:00 Uhr 54 Sekunden
Heidelberg Materials kündigte am Donnerstag an, dass das Unternehmen vor habe ein Berliner Recyclingunternehmen zu übernehmen. Foto: Firmenbild

Heidelberg. (RNZ) Um den steigenden Bedarf an nachhaltigen Baustoffen zu decken, übernimmt der Baustoffkonzern Heidelberg Materials ein Recyclingunternehmen in Berlin. Das teilte der Konzern am Donnerstag in Heidelberg mit. Mit dem Kauf der Berliner RWG Holding GmbH, einem Anbieter im Bereich Abbruch und Baustoffrecycling, stärke Heidelberg Materials sein Angebot an zirkulären Materialien, hieß es weiter. Die Zustimmung der Kartellbehörden steht laut Mitteilung noch aus. Über den Kaufpreis wurde demnach Stillschweigen vereinbart.

"Mit der Übernahme von RWG stärken wir unsere Aktivitäten rund um die Kreislaufwirtschaft deutlich", so Dominik von Achten, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Materials. "Wir wollen bis 2030 für die Hälfte unserer Betonprodukte zirkuläre, also kreislauffähige, Alternativen anbieten." Hierbei leiste die Verwertung von Baustoffen und Betonrecycling einen wesentlichen Beitrag. Das ist aus von Achtens Sicht entscheidend, um die selbst gesteckten Nachhaltigkeits- und CO2-Reduktionsziele zu erreichen, so von Achten.

Bis zum Jahr 2025 will der Konzern den CO2-Fußabdruck seiner Zementprodukte gegenüber 1990 um 30 Prozent reduzieren. Spätestens 2050 soll klimaneutraler Beton angeboten werden.

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Die Übernahme umfasst laut Mitteilung drei Recyclingzentren und ein spezialisiertes Abbruchunternehmen in Berlin mit einem Jahresumsatz von rund 50 Millionen Euro. RWG beschäftigt demnach 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Betonabbruch werde heute noch vielfach auf Deponien entsorgt oder im Straßenbau verwendet, teilte Heidelberg Materials weiter mit. Das aber werde dem Potenzial des Materials und seiner aufwendigen, energieintensiven Herstellung nicht gerecht. Daher arbeiteten die Heidelberger intensiv an innovativen Verfahren zur Verarbeitung, Aufarbeitung und Rückführung von Betonabbruch in den Baukreislauf.

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