Südwesten

Fast alle Mittel zur besseren Ganztagsbetreuung abgerufen

Fast 98 Millionen Euro standen Baden-Württemberg zur Verfügung, um bei der Ganztagsbetreuung für Jungen und Mädchen in den Grundschulen voranzukommen.

23.01.2023 UPDATE: 23.01.2023 08:50 Uhr 51 Sekunden
Foto: Marijan Murat/dpa

Stuttgart. (dpa/lsw) Zum beschleunigten Ausbau der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder hat Baden-Württemberg beim Bund fast alle verfügbaren Gelder abgerufen: rund 96,4 von etwa 97,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil von gut 98,7 Prozent, wie aus Daten des Bundesfamilienministeriums für die Jahre 2021 und 2022 hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Mit dem Geld könnten zum Beispiel Gebäude, Möbel, Spiel- und Sportgeräte gekauft oder saniert werden, soweit damit zusätzliche Betreuungsplätze für Grundschulkinder geschaffen werden, teilte das Kultusministerium in Stuttgart mit. Gefördert würden auch entsprechende Vorbereitungen.

Das sogenannte "Beschleunigungsprogramm Ganztagsbetreuung" mit Finanzhilfen des Bundes ist zum 31. Dezember 2022 ausgelaufen. Die Daten des Bundesministeriums stammen zwar aus den vergangenen Tagen. Einer Sprecherin zufolge sind aber noch Nachmeldungen möglich.

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung sei eine große Herausforderung, teilte Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) der dpa mit. "Dass wir von den Mitteln, die uns der Bund zur Verfügung gestellt hat, fast 100 Prozent abgerufen haben, zeigt, dass wir gut mit der kommunalen Seite zusammenarbeiten." Mit Bremen, Hamburg, Sachsen-Anhalt und dem Saarland habe der Südwesten den höchsten Prozentsatz abgerufen. "Ein großes Lob geht auch an die Kommunen für ihr hohes Engagement beim Ausbau der Angebote."

Die Verhandlungen mit dem Bund zur zweiten Tranche, dem sogenannten Basis-/Bonusprogramm, seien abgeschlossen. Das Land will seine Förderrichtlinie final erstellen, wenn die Verwaltungsvereinbarung unterschrieben ist. Vorbereitungen dafür seien schon getroffen.

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