Baden-Württemberg

Bislang 24 Affenpocken-Fälle nachgewiesen (Update)

Bereits Ende Mai meldet auch Baden-Württemberg einen ersten Fall von Affenpocken im Land. Weitere Fälle folgen.

23.05.2022 UPDATE: 28.06.2022 08:23 Uhr 7 Minuten, 52 Sekunden
Affenpockenviren
So sehen die Viren der Affenpocken aus, wenn man sie unter dem Mikroskop anschaut.

Stuttgart. (dpa/lsw) Die Affenpocken breiten sich auch im Südwesten weiter aus. Seit dem ersten Fall in Baden-Württemberg Ende Mai verzeichnen die Behörden bislang 24 Affenpocken-Fälle. Wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart mitteilte, kommen die bis Montag übermittelten Fälle aus Stuttgart, Freiburg, Ulm, Mannheim, Karlsruhe sowie aus den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Emmendingen, Ortenau, Lörrach, Reutlingen und Ravensburg. Die meisten Infektionen wurden mit sechs in Stuttgart nachgewiesen.

Das Ministerium schätzt die Gefahr für die breite Bevölkerung weiter als gering ein. Für Menschen mit mehreren oder häufig wechselnden Sexpartnerinnen und -partnern sei die Gefahr dagegen hoch. Alle bislang im Südwesten nachgewiesenen Infektionen seien wahrscheinlich durch sexuelle Kontakte übertragen worden, teilte der Sprecher mit.

Das Affenpocken-Virus wird nach bisherigem Kenntnisstand hauptsächlich durch engen Körperkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Nach Angaben des Weltgesundheitsorganisation sind 99 Prozent der bisher Betroffenen Männer bis 65 Jahre, die Sex mit Männern haben. Generell kann sich aber jeder infizieren, der engen körperlichen Kontakt mit Infizierten hat.

Der erste Affenpocken-Fall im Südwesten war Ende Mai nachgewiesen worden und betraf einen Mann aus dem Ortenaukreis. Es handelte sich um einen Reiserückkehrer aus Spanien. Zuletzt wurden auch Fälle bei Menschen bekannt, die nicht im Ausland gewesen sind.

Affenpocken gelten verglichen mit den seit 1980 ausgerotteten Pocken als weniger schwere Erkrankung. Experten hatten vor einer Weiterverbreitung des Virus, etwa bei bevorstehenden Festivals und Partys gewarnt. Die Inkubationszeit beträgt laut RKI 5 bis 21 Tage. Die Symptome (darunter zum Beispiel Fieber und Hautausschlag) verschwinden gewöhnlich innerhalb weniger Wochen von selbst, können bei einigen Menschen aber zu medizinischen Komplikationen und in sehr seltenen Fällen auch zum Tod führen.

Auch interessant
: Eine Krankheit mit Pusteln auf der Haut
Krankheiten: Mehr Affenpocken-Fälle weltweit - Was hat das zu bedeuten?
Krankheiten: Lauterbach zu Affenpocken: Lage ernst, aber keine Pandemie

Update: Dienstag, 28. Juni 2022, 08.23 Uhr


Bislang 14 Affenpocken-Fälle nachgewiesen

Stuttgart. (dpa/lsw) Die Zahl der Affenpocken-Fälle in Baden-Württemberg hat sich bis zum Dienstag auf 14 erhöht. Die Infizierten kommen nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Stuttgart aus den Kreisen Ravensburg, Ludwigsburg, dem Ortenaukreis sowie aus Freiburg und Ulm sowie Stuttgart und Karlsruhe. ...

(bearbeitet)
(zur Freigabe)
Möchten sie diesen Kommentar wirklich löschen?
Möchten Sie diesen Kommentar wirklich melden?
Sie haben diesen Kommentar bereits gemeldet. Er wird von uns geprüft und gegebenenfalls gelöscht.
Kommentare
Das Kommentarfeld darf nicht leer sein!
Beim Speichern des Kommentares ist ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen sie es später erneut.
Beim Speichern ihres Nickname ist ein Fehler aufgetreten. Versuchen Sie bitte sich aus- und wieder einzuloggen.
Um zu kommentieren benötigen Sie einen Nicknamen
Bitte beachten Sie unsere Netiquette
Zum Kommentieren dieses Artikels müssen Sie als RNZ+-Abonnent angemeldet sein.