Hintergrund - Fragen und Antworten Junges RNZ-Wahlforum

25.02.2016 UPDATE: 26.02.2016 06:00 Uhr 1 Minute, 18 Sekunden

Zur von Sahra Mirow geäußerten Forderung, Waffenexporte einzustellen: "Wissen Sie, wovon wir leben?"

Mirow: "Ich antworte mal ähnlich platt: Wissen Sie, wovon Menschen sterben?"

Will Grün-Rot still und leise das Gymnasium abschaffen?

Pankonin: "Wo dieser Unsinn herkommt, fragen wir uns, seit wir auf diesen Podien sitzen. Wir wären echt blöd, wenn wir das tun würden."

Bauer: "Das ist völliger Humbug. Es gibt einen Parteitagsbeschluss: 80 Prozent votierten dafür, das Zwei-Säulen-Schulsystem mit Gymnasium und Sekundarschulen zu erhalten."

Wie stehen Sie zur Legalisierung von Cannabis?

Föhr: "Man sollte nicht eine schädliche Sache legalisieren, nur weil eine andere schädliche Sache - Alkohol - auch legal ist. Ich kann mir aber vorstellen, dass das kontrollierte Ausprobieren in einem ,Cannabis Social Club‘ legal wird."

Was sagen Sie zur Neuverschuldung?

Bauer: "Wir haben in fünf Jahren vier Mal die schwarze Null im Haushalt geschrieben. Die CDU, die 58 Jahre an der Landesregierung war, hat das auch vier Mal geschafft ..."

Mirow: "Millionäre und Milliardäre werden nicht ausreichend besteuert. Ab der zweiten Million sollten Millionäre fünf Prozent Vermögenssteuer zahlen."

Föhr: "Ihr könnt denen glauben, was sie versprechen. Denn ,Die Linke‘ muss ihre Wahlversprechen ja nie einlösen, weil sie nie mitregieren."

Sollten Jugendliche schon ab 16 wählen dürfen?

Wolf: "Das muss damit einhergehen, dass Deutschland wieder politischer wird. Dafür brauchen wir Politiker, die das Volk mitnehmen."

Niebel: "16 Jahre ist doch sehr jung, um in die große Politik einzusteigen."

Wie bewerten Sie G8?

Pankonin: "Da unterscheidet sich meine private Meinung vom SPD-Wahlprogramm. Ich bin für Wahlfreiheit. Leider setzen sich private Meinungen in der Politik nicht immer durch."

Herr Föhr, sind Sie auf Seehofer- oder auf Merkel-Kurs?

Föhr: "Ich unterstütze ganz klar die Kanzlerin. Eine europäische Lösung herbeizuführen, ist genau das Richtige. Aber der Zustand der EU ist sehr traurig. Wir kommen nicht voran, weil es keine Solidarität gibt."

Wie stehen Sie zum sozialen Wohnungsbau?

Wolf: "Der Staat baut nur sieben Prozent der Wohnungen, Privatinvestoren dagegen 93 Prozent. Und die werden vom Landesbaurecht gegängelt. Bauen muss wieder billiger werden."