Starke spricht Klartext: "Bockmist"

Tom Starke über die 1:3-Niederlage auf Schalke, das Hand-Tor und die "Bequemlichkeit" im Kraichgau        

31.10.2011 UPDATE: 31.10.2011 05:59 Uhr 1 Minute, 34 Sekunden
Starke spricht Klartext: "Bockmist"

Tom Starke über die 1:3-Niederlage auf Schalke, das Hand-Tor und die "Bequemlichkeit" im Kraichgau

 

 

 

 

Auch am Tag danach war in Hoffenheim der Schreck noch nicht verfolgen. Nach der blutlosen 0:2-Niederlage in Köln gelobten eigentlich alle Hoffenheimer Besserung, wollten so eine Leistung nicht noch einmal abliefern. Doch auf Schalke erneut der Fauxpas. Wenig Kampf, viel Ballbesitz, zu einfache Fehler. "60 Prozent Ballbesitz bringen nur etwas, wenn man sie auch mit Leben füllt. Wir wollten es besonders schön machen", war auch Torwart Tom Starke enttäuscht.

Nach seiner Gehirnerschütterung im Training feierte Starke sein Comeback: "Das war ziemlich schnell erledigt. Die Ärzte haben noch etwas Zeit beansprucht. Ich war heiß zu spielen." Das zeigte der Keeper auch, hielt klasse, konnte aber trotzdem die drei Gegentore nicht verhindern. Vor allem das erste Gegentor des spanischen Superstars Raúl erzürnte den Keeper. Der Spanier schoss sich zwei Meter vor dem Tor den Ball selbst an die Hand. Von dort sprang er an Starke vorbei ins TSG-Gehäuse. Starke: "Es spielt doch keine Rolle, ob es Absicht war, oder nicht. Er gibt dem Ball mit der Hand eine andere Richtung. Deshalb nie im Leben ein reguläres Tor. Ob es unabsichtlich war, oder nicht, sollte doch in so einer Situation keine Rolle spielen."

Sogar Schiedsrichter Welz ging nach dem Treffer zu Raúl. Doch was Welz den Spanier fragte, ist nicht bekannt. Starke: "Wenn Raúl gesagt hat, dass es Hand war, dann hätte der Schiri das Tor nicht geben dürfen, finde ich." Doch der Schiedsrichter gab den Treffer. Für Starke nur ein unglücklicher Baustein zu einem wackeligen Gesamtkonstrukt an diesem Nachmittag. "Ich nehme das nicht als Alibi für die Niederlage", stellte der Torwart klar. "Da sind wir selbst schuld!"

Der Torwart sieht die "Bequemlichkeit" im Kraichgau als ein Grund, dass nach guten Leistungen häufig schwächere Leistungen folgen. Das Erschreckende: Nicht nur ein, zwei Spieler nahmen das Spiel zu leicht, sondern beinahe die komplette Mannschaft. Starke: "Wir fahren nach Schalke und sagen: 'Jetzt fahren wir da hin und holen einen Punkt und haben dann ein Heimspiel gegen Kaiserslautern. Dann sind wir dabei.' Nein! Das geht nicht. Wir müssen gewinnen wollen. Und jeder einzelne muss dafür Verantwortung auf dem Platz übernehmen. Das müssen wir durch unsere Körpersprache und unser Verhalten zeigen. Wir müssen geiler werden auf Erfolge. Wenn man zwei Spiele erfolgreich gespielt hat, muss man das Dritte auch erfolgreich spielen wollen und das Vierte auch. Das stört jeden, jeder weiß es, jetzt müssen wir es umsetzen."

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