Heilbronn

Bahnverbindung für Nachtschwärmer verlängert

Eine dreijährige Probe bringt ein positives Ergebnis. Mehr Fahrgäste auf den Linien S 41 und S 42.

05.08.2022 UPDATE: 05.08.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 33 Sekunden
Symbolfoto: Pixabay/saesherra

Heilbronn. (rnz) Die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG) bietet an Wochenenden eine zusätzliche Spätverbindung auf den Stadtbahnlinien S 41 und S 42 an. Sie verbinden im Flügelbetrieb die Städte Heilbronn, Mosbach und Sinsheim und verkehren an den Wochenenden zwischen Heilbronn Hauptbahnhof/Willy-Brandt-Platz (Abfahrt um 1.15 Uhr) und Mosbach beziehungsweise Sinsheim Hauptbahnhof. Diese Spätverbindung in den Nächten von Freitag auf Samstag sowie Samstag auf Sonntag war vor drei Jahren im Zuge des Mobilitätspaktes Heilbronn/Neckarsulm geschaffen worden, um das ÖPNV-Angebot in der Region attraktiver zu machen. Nun wird das Angebot für Nachtschwärmer verlängert.

"Wir freuen uns, dass wir für unsere Fahrgäste über den seinerzeit vereinbarten dreijährigen Probezeitraum hinaus nun diese Verbindung mit der Unterstützung unserer Aufgabenträger anbieten können", sagte AVG-Geschäftsführer Dr. Alexander Pischon. "Von diesem Angebot profitieren nicht nur Menschen, die an Wochenenden in Klubs in Heilbronn oder dem Umland feiern gehen, sondern beispielsweise auch Berufstätige in Schichtarbeit."

Die Spätverbindung der Linie S 41/S 42 fährt an Wochenenden in einem "Flügelbetrieb". In Bad Friedrichshall fährt der hintere Wagen als Linie S 41 weiter nach Mosbach, der vordere Wagen als Linie S 42 nach Sinsheim. Finanziert wird diese Spätverbindung vom Land Baden-Württemberg sowie den Landkreisen Heilbronn und Neckar-Odenwald.

In den zurückliegenden Jahren hat die AVG eine Vielzahl an weiteren Maßnahmen zur Angebotserweiterung auf der Schiene im Raum Heilbronn Nord umgesetzt, beispielsweise Taktverdichtungen, Kapazitätsausweitungen mit zusätzlichen Fahrzeugen oder verbesserte Umsteigemöglichkeiten und Reiseketten zwischen den AVG-Stadtbahnen und den Regionalexpress-Zügen.

Die Attraktivität des ÖPNV-Angebots dokumentieren auch die steigenden Fahrgastzahlen auf den Linien S 41 und S 42. "Lässt man als Bewertungszeitraum mal die Corona-Pandemie außen vor, in der die Fahrgastzahlen im ÖPNV deutschlandweit teilweise dramatisch eingebrochen waren, konnte die AVG in der Vor-Corona-Zeit auf diesen beiden Linien jährliche Zuwächse im zwei-stelligen Prozentbereich verzeichnen. An diese Entwicklung wollen wir nach Ende der Pandemie wieder anknüpfen", machte Pischon deutlich. So beförderte die AVG mit den Linien S 41 und S 42 im Streckennetz "Heilbronn Nord" im Jahr 2016 werktags knapp 10.000 Menschen pro Tag, drei Jahre später nutzten bereits rund 13.000 Fahrgäste pro Tag von montags bis freitags die Stadtbahnen.

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