Angelbachtal

Der Brennholzpreis steigt um rund 20 Euro

Die zwei regenfreien Monate machen den Bäumen schwer zu schaffen.

24.11.2022 UPDATE: 24.11.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 53 Sekunden
Der Brennholzeinschlag ist in vollem Gange. Für gerücktes Holz muss aber deutlich mehr bezahlt werden als vergangenen Winter. Foto: Ralf März

Von Ralf März

Angelbachtal. Deutlich mehr bezahlen müssen in diesem Winter die Bürgerinnen und Bürger für Brennholz aus dem Gemeindewald. Forstbezirksleiter Philipp Schweigler und Revierförster Bernd Niederer stellten in der jüngsten Gemeinderatssitzung den forstwirtschaftlichen Betriebsplan für das kommende Jahr vor, berichteten vom Brennholzeinschlag und gingen auch auf den Zustand des Waldes ein. Einstimmig genehmigten die Bürgervertreter die Planung.

Nach mehreren Verlustjahren wird im Betriebsplan 2023 mit einem Überschuss von rund 38.000 Euro beim Gemeindewald gerechnet. 172.000 Euro Ausgaben stehen 210.500 Euro Einnahmen gegenüber, hauptsächlich aus Holzverkäufen. Ein großer Teil davon wird Brennholz für die Angelbachtaler sein, denn nach einem Einschlag von rund 1000 Festmetern wird im kommenden Jahr mit einem Brennholzanteil von 1280 Festmetern geplant. Damit möchte man der großen Nachfrage Rechnung tragen. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 betrug der Brennholzanteil noch 400 Festmeter. Die Verschiebung führe aktuell zu einer massiven Unterversorgung an Laubstammholz in der Industrie, erzählten die Forstexperten. Der gesamte Holzeinschlag ist durch das Forsteinrichtungswerk langfristig festgelegt und soll im kommenden Jahr 2250 Festmeter betragen.

Gut 20 Euro mehr als im vergangenen Winter muss für den gerückten Festmeter Buchenholz berappt werden. Der Richtpreis in der Region liege bei 80 Euro, sagte Schweigler. Bei der ersten von zwei geplanten Vergaben, die noch vor Weihnachten vorgesehen ist, sollen nur Gemeindebürger mit eigener Feuerstätte berücksichtigt werden. Die Abgabe werde auf zehn Festmeter beschränkt, sagte Bürgermeister Frank Werner.

Auf die geplanten Hiebsmaßnahem in den Waldgebieten der Gemeinde ging Förster Niederer ein: Im Michelfelder Unterwald soll der Eschen- und Ahorn-Bestand durchforstet werden, auch im Gewann "Streinrutschen" seien Maßnahmen geplant. Im Eichtersheimer Gewann "Legelsbusch" ist die Durchforstung des Eichen- und Buchen-Bestands vorgesehen. Aufgrund der aktuell hohen Schadholzmenge könnte diese Maßnahme aber eventuell zurückgestellt werden.

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Und die Schadholzmenge dürfte in den kommenden Jahren kaum abnehmen, wie sich den Ausführungen von Forstbezirksleiter Schweigler entnehmen ließ. Er zeigte verschiedene Statistiken, die deutlich machen, dass die Niederschläge in der Region eine abnehmende Tendenz zeigen, die Temperaturen dagegen im Durchschnitt zunehmen. Etwa zwei Monate am Stück kam im zurückliegenden Sommer kein Regen an den Baumwurzeln an, erklärte Schweigler. Er hatte ...

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