Walldorf

"Aqwa" schließt auch die Sauna

Ab Dienstag will man soweiter Energie einsparen

30.07.2022 UPDATE: 30.07.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 1 Sekunde

Der Aqwa-Bäderpark in Walldorf. Symbolfoto: Pfeifer

Walldorf. (tt) Erst das Hallenbad, ab Dienstag auch die Sauna: Im "Aqwa"-Bäderpark in Walldorf ist dann nur noch das Freibad mit Olympiabecken und Badesee für die Besucher geöffnet. Wegen der Energiekrise durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine hatte der Aufsichtsrat der Stadtwerke bereits am 22. Juli das Hallenbad in die vorzeitige Sommerpause geschickt, nun wird auch der Betrieb der Sauna eingestellt. "Die Schließung wird mindestens bis zum Ende der Freibadsaison andauern, eine Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus ist nach aktuellem Stand nicht ausgeschlossen", heißt es in einer Mitteilung.

Den täglichen Strombedarf für die Sauna beziffern die Verantwortlichen der Stadtwerke bei 12,5 Öffnungsstunden für vier Saunen, Dampfbad und Rasulbad auf rund 1000 Kilowattstunden. Zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht pro Jahr rund 4000 Kilowattstunden Strom. Im Juli haben nach Angaben der Stadtwerke Walldorf bis zum vergangenen Wochenende 1651 Gäste die Sauna besucht. Im August 2019, also vor der Corona-Pandemie, waren es 2154 Gäste, das entspricht durchschnittlich 70 Menschen pro Tag.

"In der aktuellen Energiekrise halten es die Stadtwerke für den richtigen Schritt, bereits jetzt so viel Energie einzusparen wie es möglich ist", heißt es in der Mitteilung weiter. Im "Aqwa" war bereits der Freibadsaisonstart um zwei Wochen auf den 14. Mai verschoben worden, um die energieintensive Aufheizphase der Becken zu vermeiden beziehungsweise zu verkürzen. Zunächst hat das Bäderparkteam in den Becken von Frei- und Hallenbad gegenüber den Vorjahren reduzierte Temperaturen gefahren. Seit 15. Juli werden Olympiabecken und Nichtschwimmerbecken konsequent nicht mehr beheizt.

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Auch die vorzeitige Sommerpause des Hallenbades spart Energie: Der Verbrauch von täglich durchschnittlich circa 1500 Kilowattstunden Strom und vier Megawattstunden Wärme werden so eingespart. Zudem werden etwa 100.000 Liter Wasser nicht benötigt.

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