Rauenberg

Henry Grunenberg ist Wirt aus Leidenschaft

Er ist seit 50 Jahren in Rauenberg aktiv kam vom Lokal "Zur Krone" zum "RaRoMa".

21.11.2022 UPDATE: 21.11.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 11 Sekunden
Henry Grunenberg, hier mit seiner Tochter Yvonne, kann auf 50 Jahre als Wirt zurückblicken. Foto: Helmut Pfeifer

Rauenberg. (GW) Als vor 50 Jahren der damals erst 22-jährige Henry Grunenberg in der Schönbornstraße in Rauenberg eine der ersten Diskotheken im Rhein-Neckar-Kreis, das "RaRoMa", eröffnete, konnte noch niemand ahnen, dass er ein halbes Jahrhundert später immer noch hinter dem Tresen steht.

Er ist ein Wirt aus Leidenschaft: Das ist für Henry Grunenberg nicht nur eine passende Beschreibung, sondern zugleich auch eine Auszeichnung. In dem Gebäude betrieben schon seine Eltern Clemens und Frieda Grunenberg über viele Jahre das Lokal "Zur Krone", zeitweise zusammen mit einem Tante-Emma-Laden. Im Aufbruch befand sich damals die Gesellschaft, althergebrachte Normen wurden in der wilden Zeit der Endsechziger in Frage gestellt.

Auch Henry Grunenberg wollte "was Neues" machen. Nach Ausbildung und Dienst bei der Bundeswehr baute er das elterliche Lokal in eine Diskothek um. Ein Name war auch schnell gefunden, denn im gleichen Jahr fand die Gemeindereform mit der Zusammenlegung der Ortschaften Rauenberg, Rotenberg und Malschenberg statt. So lag der Name "RaRoMa" nahe, der sich aus den Anfangsbuchstaben der drei Orte zusammensetzt.

Mit seiner Diskothek, einer der ersten in der Region, traf er damals den Zeitgeist. Das "RaRoMa" boomte und ganze Scharen von Jugendlichen kamen nach Rauenberg, um dort eine gute Zeit zu verbringen. Das "RaRoMa" wurde bald zu klein, und so übernahm Henry Grunenberg in Östringen noch den "Sonnenkeller" für einige Jahre. Als die große Zeit der Diskotheken dann vorbei war, baute er Ende der achtziger Jahre seine Disko zu einem Bistro um, das heute noch den Namen "Rebstöckel" trägt.

Im Jahr 1995 wurde die große Theke eingebaut, die bis heuer den Charakter des Bistros prägt. Als Wirt steht Henry Grunenberg auch nach 50 Jahren noch immer jeden Tag hinter dem Tresen. Viele Stammgäste und Freunde besuchen ihn täglich, Schließungstage gibt es so gut wie keine und willkommen ist jeder. Damit ist das Rauenberger "Rebstöckel" zum Inbegriff der geselligen Bistrokultur geworden, die es nicht mehr oft gibt.

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