Ladenburger Literaturtage

Literarisch, musikalisch, interaktiv

Ladenburger Literaturtage "Vielerorts" stehen unter dem Motto "Jederzeit". Eröffnung am 30. Juni im Waldpark.

12.06.2022 UPDATE: 13.06.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 4 Sekunden
Die „Vielerorts“-Macherinnen Carolin Callies (von links) und Kristin Wolz stellten mit Bibliotheksleiterin Petra Göhring das kommende Literaturprogramm vor, dem Bürgermeister Stefan Schmutz mit Vorfreude entgegensieht. Foto: Beckmann

Von Silke Beckmann

Ladenburg. Vier Tage mit Lesungen namhafter Autoren, Podcasts, literarische Spaziergänge, interaktiver Elemente und Konzerte: Prall gefüllt ist das Programm der Ladenburger Literaturtage "Vielerorts", die von Donnerstag, 30. Juni, bis Sonntag, 3. Juli, stattfinden. Veranstalter des Literaturfestivals ist der Verein "Vielerorts – Literatur in Ladenburg" und der Förderverein der Stadtbibliothek. Die fünfte Auflage der hochkarätigen Veranstaltungsreihe steht mit "Jederzeit" erstmals unter einem Motto.

Wie es dazu kam, erklären Vereinsvorsitzende Carolin Callies und ihre Stellvertreterin Kristin Wolz: "Die Pandemie hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt", sagt Callies, "ebenso der Krieg in Europa." Die Menschen suchten Antworten, Auswege, Diskussionsmöglichkeiten – oder wollten auch einfach mal entspannen. Deswegen haben die Literaturtage das erste Mal ein konkretes Thema. "Die Literatur bietet mannigfaltige Antworten darauf – und das bildet unser Programm ab", so Callies.

Bedingt durch Kriterien für die Vergabe von Fördergeldern waren die Macher bei der Organisation an Vorgaben gebunden: Das Thema Zukunft musste eine Rolle spielen und die Autoren sollten eine Verbindung zu Baden-Württemberg haben. Das ist gelungen: "Wir waren echte Trüffelschweine", erzählt Callies. "Wir haben uns gut organisiert", fügt Wolz hinzu. Nahezu 50.000 Euro erlauben, Lesungen mit 18 Autorinnen und Autoren anzubieten. Erstmals gibt es auch ein musikalisches Programm.

So begegnen die Festivalgäste etwa bei der Lesung mit Martin Schäuble der alles überwachenden Datenbrille Mobril oder erfahren bei der Veranstaltung mit Emma Braslavsky vom Verliebtsein in eine künstliche Intelligenz. Sie blicken mit Raoul Schrott ins Universum, wo alles anfing und auch enden wird, und lauschen auf gesellschaftspolitische Analysen der Gegenwart mit Lucy Fricke, Lena Gorelik, Nora Bossong und Wolfram Lotz. Sie hören beim Gespräch zwischen Dmitrij Kapitelman und Tete Loeper über sichtbare und unsichtbare Grenzen und coole Songs im Dialekt von Gringo Mayer.

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Hauptveranstaltungsort ist der Reinhold-Schulz-Waldpark, je nach Wetterlage im Freien oder im Glashaus, wo das Weingut Rosenhof, Sabine Nettelbladt und das "Kleiderklatsch"-Team für die Verpflegung sorgen. Eine "Hörlounge" wird aufgebaut, in der einem Kurzhörspiel von Lyriker Tim Holland und Soundartistin Marta Forsberg gelauscht werden kann wie auch dem Podcast, den ...

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