Neckargemünd

Holzernte im Wald geht weiter

Der Forst soll widerstandsfähiger werden. Für die Arbeiten ist eine Sperrung notwendig.

10.02.2024 UPDATE: 10.02.2024 06:00 Uhr 1 Minute, 17 Sekunden
Der rote „Laufwagen“ transportiert die geernteten Holzstämme. Foto: Landratsamt RNK

Neckargemünd. (ugw) In den kommenden Wochen werden Teile des Stadtwaldes gesperrt. Grund dafür ist eine Holzernte im Bereich der Bockfelsenhütte am Kastanienberg, wie das Landratsamt des Rhein-Neckar-Kreises mitteilt.

Dabei werden die Arbeiten fortgesetzt, "die im Frühjahr 2023 wegen des einsetzenden Saftflusses der Bäume und der dadurch erhöhten Gefahr von Rindenverletzungen unterbrochen wurden", heißt es weiter. Die voraussichtlich bis Ende Februar dauernden Arbeiten haben auch zum Ziel, den Wald widerstandsfähiger zu machen.

"Die Mischwaldstruktur des Waldes, der dort aus Buchen, Eichen, Roteichen, Ahorn, Kirschen, Kastanien, Kiefern, Lärchen und Douglasien besteht, soll erhalten und gefördert werden", erläutert das Landratsamt.

"Durch die Durchforstung in dem trockenen Sonnenhang, wo in früheren Zeiten einmal Wein angebaut wurde, entsteht für die verbleibenden Bäume mehr Platz, damit diese eine große und stabile Krone ausbilden können."

Eine große Krone ermögliche dem Baum die Ausbildung einer großen Wurzel, was gleichbedeutend mit einer besseren Nährstoff- und Wasserversorgung sowie einer Verbesserung der Widerstandskraft gegen Stürme sei.

Eingesetzt wird wie im Vorjahr ein Seilkran, der die gefällten Bäume mit einer Art Schlepplift aus dem steilen Gelände an die jeweiligen Wege transportiert. "Von dort wird das Holz dann per Lkw an regionale, heimische Holzverarbeiter geliefert", heißt es weiter.

Dies sei "eines der schonendsten Verfahren überhaupt, da hierbei der Waldboden gar nicht befahren wird", so das Landratsamt. Bei der Installation der sogenannten "Seiltrassen" werden auch weitab der eigentlichen Fällarbeiten Stahlseile gespannt, die teilweise aufgrund ihres geringen Durchmessers schlecht zu sehen sind.

Sie können urplötzlich vom Boden emporschnellen und stellen damit – zusätzlich zu den Gefährdungen durch Baumfällarbeiten und abrollende Stammteile – eine "erhebliche Unfallgefahr" dar. Aus diesem Grund wird der gesamte Gefahrenbereich vorübergehend gesperrt. Die Sperrung betrifft auch die Wochenenden.

Je nach Wetter könne es vorkommen, dass die Waldwege in Mitleidenschaft gezogen werden. "Sobald der Großteil des geernteten Holzes abgefahren ist, werden die Wegeschäden selbstverständlich repariert", verspricht die Behörde: "Damit ist sichergestellt, dass der beliebte Erholungswald in den kommenden Jahren wieder uneingeschränkt begehbar sein wird."

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