Heiligkreuzsteinach

Mordwaffe wurde wohl versteckt (Update)

Die Frau stach wohl mehrfach auf ihren Mann ein. Nach der Bluttat wird nun weiter ermittelt. Der Tote wurde obduziert.

10.07.2024 UPDATE: 16.07.2024 19:53 Uhr 4 Minuten, 10 Sekunden
Symbolfoto: dpa​

Heiligkreuzsteinach. (lesa) Nach dem mutmaßlichen Mord an einem 42-Jährigen in einem Heiligkreuzsteinacher Ortsteil in der vergangenen Woche wird weiter "intensiv" ermittelt. Und eine der Schlüsselfragen ist noch immer nicht beantwortet. "Die Waffe wurde weiterhin nicht gefunden", teilte Erster Staatsanwalt Thomas Bischoff von der zuständigen Heidelberger Staatsanwaltschaft auf RNZ-Anfrage mit. "Es ist davon auszugehen, dass das offenbar im Zeitraum zwischen der Tat und dem Erscheinen der Polizei gewählte Versteck trotz intensiver Suche noch nicht entdeckt wurde."

Mit "Erscheinen der Polizei" sind die frühen Morgenstunden des Montags vergangener Woche gemeint. Zwischen 3 und 4 Uhr hatte die 39-jährige Ehefrau des Toten einen Notruf abgesetzt – wie berichtet unter dem Vorwand, es sei in der Familienwohnung eingebrochen worden. Der Vorwand erwies sich schnell als nichtig. Und zügig geriet die Frau in den Fokus der Ermittler. Sie gilt als dringend tatverdächtig, ihren Mann mit mehreren Stichen in Kopf- und Oberkörperbereich vorsätzlich getötet zu haben. Sie wurde festgenommen und in einer Justizvollzugsanstalt untergebracht. Zuletzt gingen die Ermittler davon aus, dass sie voll schuldfähig ist. "Gelegenheit zur Äußerung" habe man der Frau laut Staatsanwalt Bischoff derweil gleich nach der Festnahme gegeben. "Eine solche ist jedoch bis heute nicht erfolgt." Entsprechend gebe es keine Neuigkeiten hinsichtlich eines zuletzt noch nicht bekannten Mordmotivs oder anderen Umständen des Tötungsdelikts. "Die intensiv geführten Ermittlungen dauern an", betonte Bischoff.

Derweil ist die Obduktion des Toten inzwischen laut Staatsanwaltschaft abgeschlossen. "Die Erstellung, Vorlage und Auswertung des Obduktionsberichtes nimmt jedoch erfahrungsgemäß einige Wochen in Anspruch", so Bischoff. Entsprechend blieb auch die RNZ-Nachfrage nach Erkenntnissen aus der Obduktion zu Mordwaffe und -motiv offen. Eine andere Frage – die nach dem Fundort des Toten – ließ Staatsanwalt Bischoff dagegen bewusst offen: "Zu Ihrer Frage des genauen Auffindeortes des Verstorbenen möchten wir uns derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht weiter äußern."

Update: Dienstag, 16. Juli 2024, 19.52 Uhr


Beschuldigte Ehefrau schweigt nach mutmaßlichem Mord

Heiligkreuzsteinach. (lesa) Fünf Tage nach dem mutmaßlichen Mord an einem 42-Jährigen in einem Heiligkreuzsteinacher Ortsteil gilt die Tatwaffe noch immer als verschwunden. Das teilte Thomas Bischoff, Erster Staatsanwalt bei der Heidelberger Staatsanwaltschaft, am Freitag auf Nachfrage der RNZ mit. "Der Tatort wurde und wird noch intensiv untersucht", sagte er weiter.

Ideen zu Motiv und Waffe

Der Mann wurde laut Polizei und Staatsanwaltschaft und wie in der RNZ berichtet in der Nacht von Sonntag auf Montag durch mehrere Stiche in Kopf und Oberkörperbereich getötet. Als dringend tatverdächtig gilt die 39-jährige Ehefrau des Mannes, die nun in Untersuchungshaft sitzt. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie ihren Mann vorsätzlich in der Wohnung der Familie getötet hat. Daher lautet der Tatverdacht auf Mord.

Das Tatmotiv ist laut Staatsanwaltschaft nach wie vor nicht bekannt. "Es gibt Ideen, was die Waffe sein könnte und was das Motiv sein könnte, aber es wäre zum jetzigen Zeitpunkt unseriös, damit an die Öffentlichkeit zu gehen", erklärte Staatsanwalt Bischoff.

Bekannt ist dagegen zum gegenwärtigen Zeitpunkt, dass die 39-Jährige wie berichtet zwischen 3 und 4 Uhr in den frühen Morgenstunden des Montags einen Notruf absetzte. Der Vorwand: Im Haus sei eingebrochen worden. Als die Polizei dort eintraf und von der Frau selbst in die Wohnräume geführt wurde, war ihr Ehemann bereits tot.

Zu Hinweisen auf ein mögliches Kampf- oder Streitgeschehen am Tatort oder anderen Umständen in der Wohnung machten die Ermittler zuletzt auf Nachfrage keine Angaben. Jemand anderes außer der Frau und dem Toten sei zum Einsatzzeitpunkt der Polizisten nicht in der Wohnung gewesen.

Gegen die 39-Jährige war bekanntlich schon am Mittwoch Haftbefehl erlassen worden. Seither befindet sie sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft in einer Justizvollzugsanstalt. Zum Tatgeschehen geäußert habe sie sich bislang nicht, sagte Staatsanwalt Bischoff auf Nachfrage am Freitag.

Zuletzt gingen die Ermittler davon aus, dass die 39-Jährige zum Zeitpunkt der Tat voll schuldfähig war. Im beschaulichen Heiligkreuzsteinach, wo nur rund 2600 Menschen leben, herrschten zuletzt Fassungslosigkeit und Betroffenheit. Die selbst schockierte Bürgermeisterin Sieglinde Pfahl rief die Bürger des Dorfs dazu auf, Rücksicht auf die betroffene Familie und deren Angehörige zu nehmen. Die Einwohner sollten sich nicht an kursierenden Spekulationen und Gerüchten beteiligen.

Ermittlungen laufen weiter

Die Tat ist ein tragisches Novum für die kleine Gemeinde mit ihrem Hauptort und ihren sieben Ortsteilen. In der Dorfgemeinschaft kennt laut der Rathauschefin nahezu jeder jeden. Man stehe zusammen und achte aufeinander. Etwas Vergleichbares sei ihrer Kenntnis nach noch nie in Heiligkreuzsteinach geschehen, so Sieglinde Pfahl gegenüber der RNZ.

Währenddessen dauern die Ermittlungen in dem Mordfall an. Diese führen die Heidelberger Staatsanwaltschaft sowie die dortige Kriminalpolizeidirektion.

Update: Freitag, 12. Juli 2024, 14.23 Uhr


Mordmotiv bleibt unklar

Heiligkreuzsteinach. (lesa) Einen Tag, nachdem der mutmaßliche Mord einer 39-Jährigen an ihrem 42 Jahre alten Ehemann bekannt wurde, sind die Hintergründe der Tat noch immer unklar. Auf RNZ-Nachfrage konnte die Polizei am Donnerstag weder etwas zu der Tatwaffe sagen, mit welcher der Mann in der Familienwohnung in einem Ortsteil des Odenwalddorfes in der Nacht auf Montag erstochen worden war, noch zum Tatmotiv seiner Frau.

Diese gilt als dringend tatverdächtig und sitzt in einer Justizvollzugsanstalt. Ob sie ausgesagt oder sich zu der Tat bekannt hat, konnte der Polizeisprecher ebenfalls nicht sagen.

Wie berichtet, war es in der Nacht auf Montag zu der Bluttat gekommen. Laut Polizei hat der Mann "mehrere Stiche im Kopf- und Oberkörperbereich" erlitten. Als die Einsatzkräfte kamen, war er bereits tot. Die Polizei verständigt hatte die mutmaßliche Täterin selbst. Sie wählte zwischen 3 und 4 Uhr den Notruf – unter dem Vorwand, es sei eingebrochen worden. Laut Staatsanwaltschaft sei schnell klar gewesen, dass das nicht stimmt. Zuletzt ging man davon aus, dass die Frau zum Tatzeitpunkt voll schuldfähig war.

Update: Donnerstag, 11. Juli 2024, 19.18 Uhr


39-jährige Frau soll ihren Ehemann ermordet haben

Rhein-Neckar-Kreis. (pol/mare) Eine 39-jährige Frau soll in der Nacht auf Montag, 8. Juli, ihren Ehemann ermordet haben. Sie sitzt in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Heidelberg mitteilen.


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Die Frau steht demnach im dringenden Verdacht, ihre 42 Jahre alten Gatten in der gemeinsamen Wohnung im Rhein-Neckar-Kreis - nach RNZ-Informationen in Heiligkreuzsteinach - erstochen zu haben. 

Mit einem bislang nicht identifizierten Gegenstand habe die Frau dem Mann mehrere Stiche im Kopf- und Oberkörperbereich zugefügt. Die 39-Jährige alarmierte eigenständig die Polizei, jedoch unter einem Vorwand. Vor Ort führte sie die Polizisten in das Wohnhaus, in dem ihr Ehemann nur noch tot aufgefunden wurde.

Die 39-Jährige wurde am Dienstagnachmittag der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Heidelberg vorgeführt. Diese erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heidelberg Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Mordes und setzte den Haftbefehl in Vollzug. Anschließend wurde die Beschuldigte in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Heidelberg und der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg, insbesondere zum Tatmotiv, dauern derzeit an.