Mosbach

Goofy hatte beim Gratis-Comic-Tag klar die Nase vorn

Premiere bei Kindlers Buchhandlung: Beim Gratis-Comic-Tag gab es 35 Titel zur Auswahl.

19.05.2022 UPDATE: 20.05.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 39 Sekunden
Stark nachgefragt war der „Gratis-Comic-Tag“, den die Buchhandlung Kindlers am vergangenen Samstag erstmals nach Mosbach brachte. Foto: Peter Lahr

Von Peter Lahr

Mosbach. Seinen ersten Auftritt auf der Weltbühne absolvierte Goofy am 25. Mai 1932 in dem Kurzfilm "Mickey’s Revue". Doch auch kurz vor seinem 90. Geburtstag hat der tollpatschige Charmeur nichts von seiner Strahlkraft verloren. Denn beim "Gratis-Comic-Tag", den die auch schon 150 Jahre junge Buchhandlung Kindlers erstmals in den Elzmündungsraum holte, führte Goofy die Beliebtheitsliste ganz klar an; gefolgt von "Fantasy Entenhausen".

Bereits im Vorfeld bot der bundesweit zum zwölften Mal organisierte Tag die sprichwörtliche Qual der Wahl. So konnten sich Comicfans ihre drei persönlichen Favoriten aus 35 möglichen Titeln aussuchen. Dabei war die Palette breit gefächert. Von Mangas bis zu Graphic Novels ging die Reise.

"Wir probieren es einfach mal aus", überlegte sich Buchhändlerin Christine Krück-Mellert, als sie von dem Tag erstmals im Internet erfahren hatte. Spontan hievte sie den Gratis-Comic-Tag ins Jubiläumsprogramm. Und die gute Resonanz zeigte, dass es vielleicht nicht bei einem "One-Hit-Wonder" bleiben muss. In der Buchhandlung gibt es schon länger eine Comic-Ecke mit einschlägigen Titeln. So verwunderte es kaum, dass am Vormittag die ersten jungen Fans von Wort und Bild bereits pünktlich zur Ladenöffnung vor der Tür standen.

Ähnlich wie der Welttag des Buchs werde auch der Gratis-Comic-Tag von den Verlagen und dem Buchhandel gemeinsam finanziert. "Es ist zwar kein Fließtext, aber manche Menschen lesen eben lieber Comics – und vor allem: sie lesen", brach Christine Krück Mellert eine Lanze für das niedrigschwellige Literaturangebot. Ihr seien viele Graphic Novels schlicht zu düster von der Grundstimmung. Auch ihre Tochter Lisa Mellert, die mittlerweile die fünfte Buchhändler-Generation von Kindlers darstellt, blättert eher sporadisch durch die bunten Hefte: "Vor allem der Vater liest bei uns Comics."

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Mehr als 20 Verlage sorgten am Samstag für echte Vielfalt. Neben Klassikern aus dem Entenhausener Kosmos gab es Superhelden wie Batman oder Stars wie Signor Spaghetti (eine Kooperation von Goscinny und Attanasio). Mit André Taymans "Caroline Baldwin" ging eine taffe Ermittlerin und gleichzeitig eine Vertreterin der belgischen "Ligne claire" an den Start. Die literarischen Adaptionen reichten von den Fünf Freunden bis zu Fitzeks Augensammler. Nicht zu vergessen, ...

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