Trinkwasser Neckarwimmersbach

Abkochgebot in Eberbach ab Dienstag aufgehoben (Update)

Das Gesundheitsamt und die Stadtwerke erhielten neue Laborergebnisse und kündigen Desinfektionsarbeiten an.

23.06.2022 UPDATE: 27.06.2022 15:31 Uhr 3 Minuten, 32 Sekunden

Im Sulzbacher Leitungswasser sind bei Routineproben bakterielle Verunreinigungen festgestellt worden. Symbolfoto: dpa

Neckarwimmersbach. (RNZ) Aufatmen bei den Bewohnern der Adalbert-Stifter-, Eduard-Mörike- sowie Ludwig-Uhlandstraße in Neckarwimmersbach, die seit Mittwoch ihr Leitungswasser abkochen müssen: Dieses Gebot des Gesundheitsamts braucht ab Dienstag, 28. Juni, nicht mehr beachtet zu werden.

Zur Netzreinigung wird zudem zwischen kommenden Montag und Mittwoch, 4. und 7. Juli, in ganz Neckarwimmersbach täglich zwischen 9 und 17 Uhr das Trinkwasserrohrnetz gespült. In dieser Zeit sollte dann kein Leitungswasser genutzt werden; die betroffenen Bürger sollten sich dann vorab hinreichend Wasser bereitstellen, um zu vermeiden, dass übermäßig viele der gelösten Ablagerungsteilchen oder Luft in die hausinterne Wasserversorgung (Wasch- und Spülmaschinen, Boiler, Durchlauferhitzer oder Filter) gelangen. Diese Maßnahme ist zusätzlich zum Chloren des Trinkwassers im gesamten Stadtteil erforderlich. Dies teilten gestern die Eberbacher Stadtwerke mit.

Die Rohrnetzspülung zwischen Montag, 4. Juli, und Mittwoch, 6. Juli, erfolgt in zwei getrennten Abschnitten: Am Montag und Dienstag, wird der Bereich westlich von Bergheckenweg und Schwanheimer Straße bis Asternweg gespült, am Mittwoch der verbliebene Bereich östlich der Schwanheimer Straße sowie das gesamte südliche Gebiet von Ulmen- und Asternweg. Bürger können bei Rückfragen die Mitarbeiter Daniel Rupp oder Timo Fuß über die Telefonnummer 06271/92090 erreichen.

Wie berichtet hatten die Stadtwerke bei einer Routinekontrolle Anfang letzter Woche coliforme Keime hinter einer Druckerhöhungsstation festgestellt.

Dadurch ließ sich die Verunreinigung gut eingrenzen; vorsorglich wurden aber weiter Proben im gesamten Versorgungsnetz des Eberbacher Südortsteils gezogen und die Leitungen sowie Anlagen dort mit erhöhter aber nach der Trinkwasserverordnung zulässigen Menge (0,1 bis 0,3 mg pro Liter Wasser) an Chlor angereichert. Dieses Wasser kann immer noch getrunken werden, ist aber wahrnehmbar gechlort. Zum Vergleich: In Bädern sind beim Chloren des Wassers höhere Chlormengen von 0,6 bis zu 1,0 mg/L zulässig. An diese Vergleichsdaten erinnert Stefan Kramer. Er ist Referatsleiter für technischen Gesundheitsschutz und damit auch für die Bereiche Trink- und Badewasser beim Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig. Bislang ist dem Amt die Verunreinigungsursache noch nicht bekannt. Kramer sagt, coliforme (Indikator-)Keime im Netz kommen immer wieder einmal vor, zuletzt etwa beim Zweckverband Gruppenversorgung Eichelberg im Rhein-Neckar-Kreis. Zu klären sei, ob der Verunreinigungseintrag durch Lebewesen in Anlagen erfolgte oder durch anderen Eintrag von außen, durch Leitungsbruch oder Setzungen in der Leitung oder nach ...

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