Hardheim

Eirich erschließt neue Branchen

Das Unternehmen für Misch- und Aufbereitungstechnologie will bei Herstellung von Süßwaren- und Snacks unterstützen.

09.07.2024 UPDATE: 09.07.2024 04:00 Uhr 3 Minuten, 14 Sekunden
Auf der „Battery Show Europe“ informierte das Hardheimer Unternehmen Eirich das Fachpublikum über die eigenen Technologien für die Aufbereitung von Nass- und Trockenelektroden, die für die Energiewende unerlässlich sind. Foto: Eirich

Hardheim. (pm) Das Hardheimer Unternehmen Eirich hat Anfang des Jahres begonnen, den Lebensmittelbereich zu erschließen und seine Produkte auf zwei internationalen Fachmessen in Köln präsentiert. Als Experte für Misch- und Aufbereitungstechnologie möchte Eirich "die Süßwaren- und Snackbranche bei der ressourcenschonenden Herstellung hochwertiger Produkte unterstützen und neue Möglichkeiten aufzeigen", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Weitere große Messen in München, Frankfurt und Stuttgart folgten: In der Keramikbranche und der Prozessindustrie ist Eirich bereits seit vielen Jahren als Innovationsträger etabliert. Auch bei der Batterieindustrie überzeugte das Unternehmen als Partner für die energieeffiziente Produktion.

Mit Innovationskraft "made im Odenwald"

Über alle Branchen hinweg nutzte das Team von Eirich die Gelegenheiten, sich mit potenziellen und bestehenden Kunden auszutauschen, und stieß bei der Vorstellung der Technologien vor Ort auf großes Interesse des Fachpublikums. Für die in Summe 20 Messetage sind im Schnitt sechs bis 20 Mitarbeiter und Vertreter aus anderen Ländern vor Ort. Neben den Hauptmessen ist Eirich pro Jahr auf bis zu 50 weiteren internationalen Symposien und Ausstellungen präsent.

> Messe "Prosweets": Eirich feierte im Frühjahr seine Premiere auf der "Prosweets" in Köln, einer der führenden Fachmessen für die Süßwaren- und Snack-Industrie. Hier präsentierte das Unternehmen erstmals seine Lösungen für die Lebensmittelbranche. Mit dem "CleanLine C5" zeigte Eirich einen Mischer, der mehrere Verfahrensschritte aufeinanderfolgend und überlappend ausführen kann. Dies ermöglicht es, hochwertige Produkte effizient herzustellen – bei gleichzeitig minimierter Kontaminationsgefahr. Mittels dieser Technologie können Unternehmen "neue Produktkategorien erschließen und ihre Produktionsprozesse effizienter gestalten", ist man in Hardheim überzeugt. "Wir hatten bereits in der Vergangenheit immer wieder Anfragen von Interessenten aus der Lebensmittelbranche, die unsere Technologie aus anderen Industrien kannten und gerne selbst einsetzen wollten", erläutert Geschäftsführer Stephan Eirich den Vorstoß in die neue Branche. "Uns war klar, dass das ein großes Anwendungsfeld mit komplexen Prozessen und viel Potenzial sein könnte. Jetzt kommen wir dieser Nachfrage mit neuen Maschinen und hygienischem Design komplett in Edelstahl nach und können passende Lösungen anbieten. Das stellt für Produzenten und uns eine echte Win-win-Situation dar."

> Messe: "Anuga FoodTec": Im März gab Eirich auf der "Anuga FoodTec" in Köln Einblicke in die Lebensmittelproduktion und lockte Interessierte mit einer Live-Verkostung an den Messestand. Im Fokus stand erneut die Multifunktionalität des Spezialmischers, der Verfahrensschritte wie Mischen, Granulieren, Coaten, Kneten, Dispergieren und Trocknen in nur einem Mischraum erledigt. Diese Technologie ersetzt mit dem sogenannten One-Pot-Verfahren gleich mehrere Maschinen und steigert die Effizienz. Das hochflexible Eirich-Mischprinzip mit dem rotierenden Behälter und dem exzentrisch gelagerten, variablen Mischwirbler soll eine besonders hohe Mischgüte für die unterschiedlichsten Endprodukte gewährleisten.

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> Messe "ceramitec": Der Keramiksektor ist eine der Branchen, die am stärksten vom Anstieg der Energiepreise betroffen ist. Der energieintensive Industriezweig benötigt innovative Lösungen und Entwicklungen, die die Branche für die Zukunft besser aufstellen. Eirich stellte auf der Weltleitmesse "ceramitec" vielfältige Lösungsansätze auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft vor. Das Messeteam präsentierte das "EcoPrep® Verfahren", eine umweltfreundlichere Alternative zum energieintensiven Sprühturm. Das Eirich-Verfahren erzeugt ein hochwertiges und wirtschaftliches Granulat, das später zu Fließen oder anderen keramischen Produkten gepresst wird. "Dabei spart das Verfahren gegenüber der konventionellen Technik bis zu 60 Prozent Energie sowie Rohstoffe und Additive" verspricht das Unternehmen.

> Messe "Achema": Im Juni traf sich die Prozessindustrie in Frankfurt. Dort präsentierte sich Eirich als starker Partner für den Einstieg in die Digitalisierung und stellte Lösungen für Anlagen mit ganzheitlichem Steuerungskonzept, Datenanalyse im laufenden Betrieb sowie einen sicheren Umgang mit gewonnenen Daten vor. Smarte Lösungen – unter anderem basierend auf Künstlicher Intelligenz und zum Beispiel optischer Inline-Produktanalyse – ermöglichen eine autonome Analyse und intelligente Steuerung einer Anlage und damit verbunden viel Optimierungspotenzial. Die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, wie Umweltschutz und Ressourcenschonung, sind zudem im Fokus. So betrachtet das Traditionsunternehmen den Energie- und Technologiewandel als Chance und bietet unterschiedliche Lösungsansätze auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft.

> Messe "Battery Show Europe": Die Energiewende ist in vollem Gange. Wie wichtig dabei die Elektromobilität und die Batterieherstellung ist, zeigte sich auf der "Battery Show Europe" in Stuttgart. Eirich überzeugte das Fachpublikum nicht nur mit den etablierten Produkten für Nasselektroden, sondern auch mit den neuesten Technologien für die Aufbereitung von Trockenelektroden. In Hardheim sieht man sich in diesem Zukunftsfeld besonders gut aufgestellt. "Zahlreiche Anfragen und Termine mit den Spitzenvertretern der Batteriefabriken sowie der Automobilindustrie bestätigen die Innovationskraft ,made im Odenwald‘", freut sich Stephan Eirich.

"Die erfolgreiche Präsenz auf den Messen zeigt, dass Eirich mit seinen innovativen Lösungen in der Lage ist, produzierende Unternehmen bei den spezifischen Herausforderungen der jeweiligen Branche zu unterstützen", ergänzt der Geschäftsführer. "Wir setzen dabei verstärkt auf ressourcenschonende Technologien und smarte Systeme, um den Kunden maßgeschneiderte und nachhaltige Produktionsprozesse zu bieten."

Ralf Rohmann, ebenfalls Geschäftsführer bei Eirich, fügt an: "Komplexe Aufbereitungsverfahren sind unser Spezialgebiet. Wir möchten als branchenübergreifender Impulsgeber die Entwicklung neuer Produkte mit nachhaltigen Verfahren aktiv nach vorne treiben und Möglichkeiten zur Optimierung aufzeigen. Durch unsere Expertise können unsere Kunden echte Prozessverbesserungen erleben, die sich in einer Steigerung der Effizienz und einer Einsparung von Energie und Kosten widerspiegelt."

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