Metropolink Heidelberg

Ein Mann, ein Mops, eine Mauer (plus Video)

Ein riesiges Wandgemälde in der Plöck zeigt 19-Jährigen mit Hund. Die Szene spielte sich vor wenigen Wochen genau dort ab.

06.08.2022 UPDATE: 06.08.2022 06:00 Uhr 2 Minuten, 12 Sekunden
Künstler Matthias Mross auf dem Hubsteiger vor seinem jüngsten Werk an der Ecke Märzgasse / Plöck: Das Gesicht des jungen Mannes, der den Mops anlacht, ist noch nicht ganz fertig. Am Wochenende will der Münchner Künstler sein Wandgemälde vollenden. Foto: Rothe

Von Peter Wiest

Heidelberg. Ein 19-Jähriger im Trikot des FC Barcelona sitzt vor einem Laden in der Plöck. Plötzlich springt ihm der Mops der Inhaberin auf den Schoß. Er lacht den Hund an, krault ihn liebevoll am Hals. Der kleine Mops erwidert den Blick des jungen Mannes interessiert. Diese kleine Szene trug sich erst vor ein paar Wochen zu – und nun prangt sie als riesiges Wandgemälde an einer Hausfassade ganz in der Nähe des Ladens: 24 Meter hoch und 15 Meter breit.

Der Münchner Künstler Matthias Mross hat das Kunstwerk im Rahmen des Streetart-Festivals "Metropolink" an der Ecke von Märzgasse und Plöck geschaffen. Beim Pressetermin am Freitag ist er in den letzten Zügen, noch dieses Wochenende will er sein Werk vollenden. Seit Tagen fotografieren Touristen und Einheimische die Fassade, manche kommen jeden Tag vorbei, um den Fortschritt zu begutachten.

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Das Motiv für das Wandbild hat Metropolink-Leiter Pascal Baumgärtner bei einem Spaziergang mit dem Heidelberger Fotografen Martin Pötter entdeckt. "Das war genau der richtige Moment mit dem perfekten Licht für das Foto", so Baumgärtner. "Das haben wir dann als Grundlage für das Wandgemälde übernommen."

Das Bild überzeugte auch Künstler Mross, ihm gefiel der "popartige Fotorealismus". Geschaffen hat er das Gemälde, indem er von einem Hubsteiger aus die Wand entlang auf und ab wandelte. "Danach war mir ehrlich gesagt meist schon ein bisschen schwindlig", bekennt er.

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Zum Malen verwendet er klassische Wandfarben sowie für die Details Sprühdosen. Mross hat im Rahmen von Metropolink schon mehrere Wände bemalt, in Walldorf etwa einen stolzierenden Hahn auf einer Hauswand. Die Arbeit an der Mauer in der Plöck war allerdings besonders angenehm – denn die Läden im Umkreis versorgten ihn ständig mit Getränken und auch mal mit einer Portion Sushi.

Die Idee zur Verschönerung der Hauswand hatte Carola Noack, Inhaberin des Ladens "Madame Kuvèl" im gleichen Gebäude in der Plöck. Sie ist begeistert vom Resultat: "Der Platz an der Ecke Märzgasse wird dadurch weiter aufgewertet." Denn das Gemälde ist zugleich eine Maßnahme der städtischen Wirtschaftsförderung, die dafür mit dem Metropolink-Festival, der Eigentümergemeinschaft des Hauses und den umliegenden Geschäften kooperierte.

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