Heidelberg

Schlossbeleuchtung war Lichtspektakel der Meisterklasse (Fotogalerie)

Das Feuerwerk war so schön wie lange nicht mehr: "Etwas Besonderes nach dem Stress mit dem Hochwasser.

10.06.2024 UPDATE: 09.06.2024 18:00 Uhr 1 Minute, 20 Sekunden
Gelungene Choreografie bei der Schlossbeleuchtung: klassisches Feuerwerk mit einigen spannenden Effekten, wie knisterndem Goldregen und Feuerwirbel über dem Fluss. Foto: Alex

Von Jan Blay

Heidelberg. Die Flut war letzte Woche, jetzt ist Schlossbeleuchtung! So ist die Grundstimmung der meisten Heidelberg-Besucher am Samstagabend. Die kurzfristige Terminänderung tut der positiven Stimmung keinen Abbruch. Auch das frühsommerliche Wetter stimmt. Gleich unterhalb der Neuenheimer Landstraße mit Blick auf die Alte Brücke drängen sich die Besucher besonders dicht: Wer es nicht schon früh schaffte, einen Platz zu ergattern, kann nur darauf hoffen, zwischen eng sitzenden Gruppen noch eine Lücke zu finden. "Wie in der Sardinenbüchse", witzelt eine gut gelaunte Besucherin.

Pünktlich um 22.15 Uhr ist es dann so weit: Unter tosendem Applaus erlöschen die Laternen der Stadt und die erste Rakete des Jahres erhellt mit einem lauten Knall das Neckarufer rund um die Alte Brücke. Und auch dieses Jahr darf eines nicht fehlen: das obligatorische Trompetensolo zu "Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren". Traditionell leitet das Lied den Heidelberger Sommer ein. In fast schon andächtiger Stille lauschen die Besucher dem Stück Heidelberger Geschichte. Wer den Text kennt, singt mit, wer nicht, genießt die Show – dann startet das Spektakel.

Abwechselnd feurig in Szene gesetzt erstrahlen Schloss und Alte Brücke in einem Lichtspektakel der Meisterklasse. Die neue Choreografie setzt neben dem klassischen Feuerwerk auf eine Vielzahl besonderer Lichteffekte – mehr noch als vergangenes Jahr. Von herabschwebendem, knisterndem Goldregen bis hin zu funkelnden Fontänen entlang der Brückenstatuen ist alles dabei. So begeistern auch dieses Jahr wieder Feuerwirbel auf der Wasseroberfläche und rote Herzen.

"Das war kein Vergleich zu letztem Mal. Da dachte ich, es hört gar nicht mehr auf. Dieses Jahr war das fast schon zu schnell vorbei, so schön war das", sagt Sophia Gratt nach dem Spektakel: "Das war nach dem ganzen Stress mit dem Hochwasser wirklich was Besonderes." Nicht nur Heidelberger lockte die Schlossbeleuchtung an: Hans und Heidi Wanprechtshammer sind aus dem bayrischen Landshut zu Besuch. Das Feuerwerk war für sie der Höhepunkt der Reise.

Insgesamt können die Veranstalter den Auftakt der nun 146 Jahre alten Tradition trotz der widrigen Umstände als Erfolg verbuchen. Besucher können sich schon jetzt auf die nächste Schlossbeleuchtung freuen. Sie ist für den 7. September angesetzt.

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