Ukraine-Krieg

Energiehandel rät in Sachen Öl zur Besonnenheit

Dem Verband zufolge bliebe die Versorgung auch bei einem Öl-Embargo gesichert.

10.05.2022 UPDATE: 11.05.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 1 Sekunde
Ölförderung
Für Energie mussten die Verbraucher im Mai besonders tief in die Tasche greifen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Mannheim. (RNZ) Die Versorgung mit Heizöl bliebe aus Sicht des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. (VEH). im Verbandsgebiet auch trotz eines möglichem Öl-Embargos gegen Russland gesichert. Das teilte der VEH am Dienstag in Mannheim mit. "Aus Sicht des Energiehandels raten wir den Heizölkundinnen und -kunden zu Besonnenheit", sagte VEH-Geschäftsführer Hans-Jürgen Funke laut Mitteilung. "Selbst wenn morgen ein Embargo auf russisches Öl beschlossen wird, wird es zu keinen Versorgungsengpässen mit Heizöl in unserem Verbandsgebiet im Südwesten und der Mitte Deutschlands kommen."

Funke begründete das unter anderem damit, dass ein solches Embargo ohnehin erst in sechs Monaten in Kraft treten würde. "Bis Jahresende wird das geplante Embargo also keine physischen Auswirkungen haben." Zudem arbeiteten die Raffinerien mit Hochdruck daran, die Substitution russischen Erdöls auf eine breitere Basis zu stellen und neue Quellen zu erschließen. Ein wichtiger Faktor, welcher die Versorgungssicherheit mit Heizöl gewährleiste, sei die sogenannte Dreifachbevorratung, die die Öl-Versorgung durch drei Bereiche absichere: die strategische Ölreserve von 90 Tagen, die Lagerbestände bei den Händlern und die private Bevorratung durch die Verbraucher.

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"Auch wenn sich an der physischen Versorgung mit Heizöl nichts ändern wird, haben die Märkte bereits sehr schnell auf die Nachricht eines möglichen Embargos gegen russisches Öl reagiert, was erneut zu einem Auf und Ab beim Heizölpreis geführt hat", sagte Funke. Entsprechend volatil und unberechenbar sei die gegenwärtige Situation. Auch der VEH könne keine Einschätzung zur weiteren Marktentwicklung abgeben. Panikreaktionen hält Funke für falsch: "Wir empfehlen den Verbraucherinnen und Verbrauchern Gelassenheit, die heimischen Heizöltanks stets nach Bedarf auffüllen und die Preisentwicklung aufmerksam beobachten."

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