Mannheim

"Bilfinger ist wieder stabil und erfolgreich"

Der neuer Chef Thomas Schulz blickt optimistisch in die Zukunft. Auch die Aktionäre sehen den Industriedienstleister auf einem gutem Weg.

11.05.2022 UPDATE: 12.05.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 56 Sekunden
Der neue Bilfinger-Chef Thomas Schulz blickt optimistisch in die Zukunft. Foto: Bilfinger

Von Barbara Klauß

Mannheim. Die Zeichen stehen auf Neuanfang beim Mannheimer Industriedienstleister Bilfinger: Nicht nur, weil sich der neue Chef Thomas Schulz bei der virtuellen Hauptversammlung am Mittwoch erstmals den Aktionärinnen und Aktionären vorstellte und seine Ideen für die Zukunft skizzierte. Sondern auch, weil Bilfinger unter der Interims-Chefin und Finanzvorständin Christina Johansson etliche Altlasten beseitigen konnte und bei der Neuaufstellung ein großes Stück vorangekommen ist. "Bilfinger ist heute wieder stabil und erfolgreich", sagte Schulz.

Insgesamt habe sich das Bild deutlich aufgehellt, erklärte auch Mark Tüngler, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in einer Video-Botschaft. Johansson attestierte er, eine gute Interims-Chefin gewesen zu sein. "Die Zahlen zeigen alle in die richtige Richtung", sagte er. Auch der Ausblick sei positiver als zuletzt – "vor allem wenn man bedenkt, woher wir kommen". Nun gelte es, zur richtigen Zeit die richtigen Dienstleistungen anzubieten.

Der neue Chef Thomas Schulz, der das Amt am 1. März übernommen hat, ist zuversichtlich, dass Bilfinger das gelingen wird. "Wir blicken optimistisch in unsere Zukunft", sagte er bei der Aktionärsversammlung – trotz all der Krisen und Herausforderungen, vor denen derzeit alle stünden. So sieht Schulz etwa im Thema Nachhaltigkeit großes Potenzial: Bilfinger könne seine Kunden dabei unterstützen, ihre Anlagen effizienter und nachhaltiger zu betreiben. Das eröffne langfristige und nachhaltige Wachstumsmöglichkeiten, so Schulz. "Technologie", davon sei er überzeugt, "ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit!"

Auch mit dem Start ins laufende Geschäftsjahr zeigte sich der Bilfinger-Chef zufrieden: So sei der Auftragseingang gestiegen, vor allem in Europa. Für 2022 rechnet das Management daher mit einem deutlichen Umsatzwachstum und einer erheblichen Ergebnisverbesserung in allen drei Segmenten.

Unsicherheiten bleiben vor allem wegen der Krisen, die derzeit die Welt erschüttern: Trotz der anhaltenden Corona-Pandemie rechnet Schulz nicht mit nachhaltigen Auswirkungen aufs Geschäft. Probleme in Lieferketten seien bisher nur vereinzelt aufgetreten, sagte er. Und auch der Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, den der Vorstandsvorsitzende ausdrücklich scharf verurteilte, wirke sich kaum auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ...

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