Land lockt Achtbeiner

Nosferatu-Spinne breitet sich besonders in Baden-Württemberg aus

Knapp 10.000 der insgesamt 16.000 Spinnen-Sichtungen bundesweit seit August kamen aus dem Land.

20.09.2022 UPDATE: 20.09.2022 12:43 Uhr 49 Sekunden
Zwar ist der Biss einer Nosferatu-Spinnen tatsächlich giftig, allerdings ist die Wirkung vergleichbar mit dem Stich einer Wespe und stellt somit im Normalfall keine Gefahr dar. Allerdings sind allergische Reaktionen möglich. Foto: dpa

Stuttgart. (dpa/lsw) Baden-Württemberg ist beliebt - bei Achtbeinern. Wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) am Dienstag mitteilte, hat sich die aus dem Mittelmeerraum eingewanderte Nosferatu-Spinne fast deutschlandweit ausgebreitet, aber vor allem im Südwesten. Knapp 10.000 der insgesamt 16.000 Spinnen-Sichtungen bundesweit seit August haben Menschen in Baden-Württemberg gemacht.

>>>Was Sie tun können, wenn Sie eine Nosferatu-Spinne bei sich zu Hause finden<<<

Die Nosferatu-Spinne ist in Deutschland erstmals 2005 in Freiburg entdeckt worden. Bis 2022 meldeten Naturfreunde bei dem Beobachtungsportal Naturgucker 500 Sichtungen. Im Sommer dieses Jahres rief der Nabu explizit dazu auf, Nosferatu-Spinnen zu melden - und die Sichtungen vervielfachten sich.

Das liege vermutlich aber an der erhöhten Aufmerksamkeit und nicht an einer rasanten Ausbreitung der Nosferatu-Spinnen, sagte Spinnen-Experte Robert Pfeifle vom Nabu. Darüber, ob es in Baden-Württemberg im Bundesvergleich auch mehr Beobachter gibt, konnte er keine Angaben machen. Meldungen können bei Naturgucker auch anonym gemacht werden.

Vor allem aus den Regionen Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Heidelberg und Stuttgart sind viele Nosferatu-Meldungen eingetroffen. Lücken im Land gibt es in Ostwürttemberg, Heilbronn-Franken, im Schwarzwald, im Donau-Iller-Raum und in Oberschwaben.

Auch interessant
Nosferatu-Spinne und Co.: Was Sie bei Spinnen im Haus beachten müssen
Mosbach: Frau entdeckt Nosferatu-Spinne in ihrem Badezimmer
Hardheim: Die Nosferatu-Spinne ist besser als ihr Ruf

Die Nosferatu-Spinne mag Wärme und lebt hierzulande fast nur in Gebäuden. Ihre Bezeichnung verdankt sie einer Zeichnung auf ihrem Rücken, die an die gleichnamige Filmfigur erinnern soll. Ein Biss ist in der Regel harmlos, solange keine Allergie besteht.

(bearbeitet)
(zur Freigabe)
Möchten sie diesen Kommentar wirklich löschen?
Möchten Sie diesen Kommentar wirklich melden?
Sie haben diesen Kommentar bereits gemeldet. Er wird von uns geprüft und gegebenenfalls gelöscht.
Kommentare
Das Kommentarfeld darf nicht leer sein!
Beim Speichern des Kommentares ist ein Fehler aufgetreten, bitte versuchen sie es später erneut.
Beim Speichern ihres Nickname ist ein Fehler aufgetreten. Versuchen Sie bitte sich aus- und wieder einzuloggen.
Um zu kommentieren benötigen Sie einen Nicknamen
Bitte beachten Sie unsere Netiquette
Zum Kommentieren dieses Artikels müssen Sie als RNZ+-Abonnent angemeldet sein.