Über eine ehemalige Sporthalle auf Spinelli tauchen die Gäste in das Buga-Gelände ein. Eine in farbenprächtige Gärten eingebettete Allee mit den vier Schwerpunktthemen Klima, Umwelt, Energie und Nahrung führt die Besucher "wie an einem roten Faden" zur zentralen Veranstaltungs- und Anlaufstelle.

Die umgebaute, nach ihrer Form benannte U-Halle soll auf 14.500 Quadratmetern Fläche einige Attraktionen bieten. Zwar bleibe der imposante Grundcharakter der ehemaligen Werk- und Lagerhalle erhalten, erklärt Veranstaltungsleiterin Kirsten Batzler. Zugleich würden die Besucher Blumenschauen, ein Campus und Baubotanik, aber auch helle Freiräume erwarten. Die Macher wollen zudem für Überraschungen sorgen, die noch geheim sind.

Wer durch die U-Halle geschlendert ist, gelangt auf das circa 20 Hektar große Experimentierfeld. Dort werden auch große Fragen verhandelt, wie etwa "Wie hoch ist der Bedarf an Ressourcen für unseren globalen Konsum an Lebensmitteln oder Kleidung?" oder "Welche Arbeit und Energie steckt hinter der Supermarktenergie?".

Schnellbach und Batzler wünschen sich, dass die Gäste nicht nur einen schönen Tag verbringen, sondern auch etwas "mitnehmen", das sie in ihren Alltag integrieren können. Wissen oder, greifbarer, eine Kübelpflanze oder einen Balkonkasten. Dass die Buga auch ein Ort des Lernens ist, zeigt sich in zwei Pavillons, die bereits bei der Heilbronner Bundesgartenschau 2019 aufgestellt waren und die Mannheim vom Land übernimmt.

Der Holzpavillon soll dauerhaft in der neuen Mitte des Luisenparks stehen und eine Art Bildungscampus für Kinder und Jugendliche sein. Der Carbonpavillon bleibt während der Buga auf Spinelli. Darin soll laut Schnellbach immer die gleiche Temperatur herrschen und auf den Nutzen alternativer Energien aufmerksam gemacht werden. Dass die Besucher in drei Jahren wegen der Pavillons ein Déjà-vu haben, glaubt Schnellbach nicht. In Heilbronn hätten sie eher ein Schattendasein gefristet und seien kaum genutzt worden. Außerdem bekämen die Pavillons ein neues Design.

Auch der Spaß soll bei der Buga nicht zu kurz kommen. Auf der Hauptbühne im südöstlichen Bereich von Spinelli und auf der Seebühne im Luisenpark sollen regelmäßig Konzerte und Kulturveranstaltungen alle Altersgruppen bei Laune halten. Daneben laden Wiesenflächen zum Sport oder Picknick ein. Kinder können sich unter anderem auf einem riesigen Klettergerüst austoben.

Beide Veranstaltungsparks werden mit gemieteten Seilbahnen verbunden. Acht Minuten soll die Fahrt von Spinelli aus über die Feudenheimer Au und die Maulbeerinsel zum Luisenpark dauern. Dort gibt es angesichts der zum Teil heißen Temperaturen mehr Schattenplätze. Die Organisatoren rechnen mit 2,1 Millionen Besuchern, knapp die Hälfte davon dürfte laut Prognosen aus der Region und der weiteren Umgebung mit einem Radius von 80 bis 100 Kilometern stammen. Der Rest kommt aus anderen Teilen der Republik. "Internationales Publikum ist nicht die Zielgruppe", so Schnellbach.

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