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Hintergrund – Offener Brief Kürzungen Buslinien 27 und 29

29.11.2023 UPDATE: 29.11.2023 13:10 Uhr 1 Minute, 47 Sekunden

Offener Brief zu den Kürzungen der Buslinien 27 und 29


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner,

Bezirksbeiräte, Kinderbeauftragte und Stadtteilvereinsvorsitzende vom Emmertsgrund und Boxberg wenden sich an Sie in Ihrer Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrats der HSB.

Wir bitten Sie eindringlich darum, darauf hinzuwirken, dass der Beschluss zur Kürzung der Buslinien 27 und 29 von der RNV sofort zurückgenommen wird. Das Verfahren der HSB/RNV, weitreichende Veränderungen im ÖPNV der Bergstadtteile ohne Informationen der betroffenen örtlichen, politischen Gremien durchzuführen und ohne die Bevölkerung ausreichend darauf vorzubereiten, ist inakzeptabel.

Am 22. November war auf der Regionalseite der RNZ die Ankündigungen über Kürzungen des ÖPNVs in Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen zu lesen. Die Meldungen waren in ihren Auswirkungen z. T. unverständlich formuliert. Die Änderungen sind bereits am 27. November eingeführt worden. Begründet wurden Sie mit fehlendem Personal und Krankenständen der MitarbeiterInnen.

In den Tagen darauf fehlten an den Haltestellen der betroffenen Buslinien Hinweise auf diese Änderungen. Erst am Sonntag gab es sie. Das bedeutet unserer Ansicht nach eine unglaubliche Brüskierung der Fahrgäste und auch des Fahrgastbeirates, der nicht informiert worden ist.

Wir fordern daher

1. dass die Kürzungen für die Linien 27 und 29 sofort zurückgenommen werden.

2. dass möglichst in der kommenden, spätestens übernächsten Woche ein Treffen mit Mitgliedern des Ausschusses für Klimaschutz, Umwelt und Mobilität, Vertretern der HSB, den Vertretern und Vertreterinnen der Bezirksbeiräte vom Boxberg und Emmertsgrund im Emmertsgrunder Bürgerhaus stattfinden soll. Dort sollten noch einmal die Gründe im Einzelnen für die Entscheidung dargelegt und Möglichkeiten diskutiert werden, ob es nicht noch andere Alternativen gibt, die die Lage der Bergstadtteile besser berücksichtigen.

3. Die HSB soll dort Vorschläge zur Information der Bevölkerung darlegen.

4. Falls Änderungen unbedingt erforderlich sind, müssen sie so gestaltet werden, dass keine zusätzlichen Umstiege entstehen. Aufgrund der langgezogenen Hangbebauung existieren für große Teile der Emmertsgrunder und Boxberger Bevölkerung bereits jetzt notwendige Umstiege. Die bisher einzige umstiegsfreie Verbindung zwischen beiden Bergstadtteilen, die Linie 27, steht jetzt nicht mehr zur Verfügung.

5. Falls Änderungen in den Fahrplänen vorgenommen werden müssen, sind sie mindestens 2 Wochen vor Eintritt der Änderungen an den Haltestellen anzubringen.

6. Wir erwarten, dass mögliche, unvermeidliche Änderungen im Fahrplan nicht ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit vorgenommen werden, die ein erhöhtes Verkehrsaufkommen aufweist, sondern zu Beginn des neuen Jahres.

Unterzeichnet von

Afer Aslan (BBRat Boxberg)
Peter Becker (BBRat Emmertsgrund, 2. Vorsitzender des Stadtteilvereins Emmertsgrund)
Renate Deutschmann (1. Vorsitzende des Stadtteilvereins Boxberg)
Eva Dworatzek-Josephy (Emmertsgrund, Kinderbeauftragte)
Dr. Barbara Greven-Aschoff (BBRätin Emmertsgrund)
Andreas Herth (BBRat Emmertsgrund)
Thomas Hehn (BBRat Emmertsgrund)
Georg Jelen (BBRat Emmertsgrund)
Ulrike Jessberger (BBRätin Boxberg)
Ralf Kelle (Boxberg Kinderbeauftragter, Mitglied im Fahrgastbeirat)
Prof. Dr. Volker Kreye (BBRat Emmertsgrund)
Katrin Krümpelmann (Emmertsgrund, Kinderbeauftragte)
Florian Lamadé (BBRat Boxberg)
Dr. Letizia Mancino (BBRätin Emmertsgrund)
Dr. Heidrun Mollenkopf (BBRätin Emmertsgrund)
Roswitha Moser (BBRätin Boxberg)
Fritz Zernick (Emmertsgrund, 1. Vorsitzender des Stadtteilvereins)