Handball-EM

"Unglaubliche Ehre": Palicka schwärmt von EM-Euphorie

Ex-Bundesliga-Torwart Andreas Palicka ist von den Zuschauermassen bei der Handball-EM beeindruckt. Die Deutschen kämen mit dem Druck gut zurecht, meint er. Eine Prognose wagt er aber noch nicht.

12.01.2024 UPDATE: 12.01.2024 04:22 Uhr 54 Sekunden
Schweden - Bosnien-Herzegowina
Schwärmt von der Euphorie bei der EM: Schwedens Torwart Andreas Palicka.

Mannheim (dpa) - Schwedens Star-Torwart Andreas Palicka ist vom Fan-Andrang an den ersten Tagen der Handball-EM begeistert.

Die Weltrekord-Kulisse von 53.586 Zuschauern beim Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft gegen die Schweiz (27:14) im Düsseldorfer Fußballstadion sei eine "unglaubliche Ehre für den Handball" gewesen, sagte der 37-Jährige.

"Ein Riesending", das nur in Deutschland möglich sei. "Ich habe 13 Jahre hier gespielt", erklärte der frühere Schlussmann des THW Kiel und der Rhein-Neckar Löwen. Daher wisse er, welch "geile Veranstaltungen" hierzulande organisiert werden könnten. "Ich bin stolz, dass ich einen Großteil meiner Karriere hier gespielt habe."

Schweden siegt gegen Bosnien-Herzegowina

Auch beim 29:20-Auftakterfolg der Schweden gegen Bosnien-Herzegowina waren mehr als 10.000 Besucher in die Mannheimer Arena gekommen. "Echt geil" sei das, sagte Palicka. Die Halle habe sich wie zu seinen Zeiten bei den Löwen wie ein "Wohnzimmer" angefühlt, so der Routinier, der inzwischen bei Paris Saint-Germain spielt.

Ob die Deutschen die bisherige Euphorie bei ihrem Heimturnier nutzen können, wollte Palicka noch nicht prognostizieren. Der klare Sieg gegen die Schweiz habe aber gezeigt, dass das Team von Bundestrainer Alfred Gislason mit dem Druck gut umgehen könne.

Sollte Torhüter Andreas Wolff sich weiter in so starker Form präsentieren, hätten die Deutschen "alle Möglichkeiten", meinte der Keeper des Titelverteidigers. Man werde sie nach dem letzten Gruppenspiel gegen Olympiasieger Frankreich am kommenden Dienstag aber besser beurteilen können. Zuvor trifft die deutsche Auswahl am Sonntag noch auf Nordmazedonien.

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