Dieser Schnitt reicht nicht!

Die Ausbeute von Marco Kurz ist zu schwach  

11.02.2013 UPDATE: 11.02.2013 07:48 Uhr 1 Minute, 33 Sekunden
Wie viele Punkte braucht Hoffenheim noch?

Die Ausbeute von Marco Kurz ist zu schwach

Vier Spiele, vier Punkte: Die Bilanz von Marco Kurz als Hoffenheimer "Abstiegsverhinderer" ist durchwachsen. Bei seiner Amtsübernahme waren die Kraichgauer ebenfalls Tabellen- 16. und hatten im Dezember sieben Punkte Rückstand auf den Viertletzten Wolfsburg. Jetzt sind es acht Zähler auf die Düsseldorfer Fortuna. Klar ist: Behält die Mannschaft den Punkteschnitt in den verbleibenden 13 Begegnungen bei, stehen nach dem letzten Spieltag am 18. Mai 29 Punkte auf der Habenseite. Ob damit im glücklichsten Fall der Relegationsplatz erreicht werden kann?

Wohl nicht. Seit der Saison 2008/09 wird in zwei Spielen zwischen dem Drittletzten der Bundes- und dem Dritten der Zweiten Liga wieder entschieden, wer in der neuen Saison erstklassig sein darf. In den vergangenen vier Jahren mussten nach Rundenende Energie Cottbus 2009 mit 30 Zählern, anschließend der 1. FC Nürnberg (31), Borussia Mönchengladbach (36) und im Vorjahr Hertha BSC Berlin (31) in die Ausscheidungsduelle. Die 30 gilt als magische Marke, um zumindest nicht direkt runter zu müssen.

Dazu muss natürlich vor allem hinten "die Null stehen". Stolze 41 Gegentore kassierte 1899 bekanntlich in der unglückseligen Hinrunde. Nur vier weitere kamen nach der Winterpause unter Kurz hinzu – ein Hoffnungsmacher, auch wenn die Torhüter-Problematik an diesem Wochenende neu entfacht worden ist.

Doch nicht nur eine stabilere Abwehr wird die einstigen Himmelsstürmer vorm Absturz bewahren. Kevin Volland und der Spanier Joselu sind derzeit mit vier Treffern die besten Torschützen beim Dorfverein – und liegen damit auf Position 38 der aktuellen Torjägerliste. Ein Knipser wird weiter gesucht. Gladbachs Igor de Camargo konnte in seinen beiden ersten Partien nicht andeuten, dass er die entscheidenden Siege herausschießen kann. Fairerweise muss ihm noch eine Schonfrist eingeräumt werden.

Doch bereits die Partie am Sonntagabend (17.30 Uhr) gegen die kriselnden Schwaben aus Stuttgart erhält vorentscheidende Bedeutung, auch wenn sich die Macher im Kraichgau auf ein Zittern bis zum Schluss einstellen. Die seit fünf Spielen punktlosen VfBler müssen schlicht bezwungen werden. Wie will man bei einer Pleite nur eine Woche später beim direkten Abstiegskonkurrenten FC Augsburg bestehen?

Kurz glaubt, den Erfolgsweg zu kennen: "Mir hat die Klarheit, die Einfachheit in unserem Spiel gefehlt. Das war unterm Strich zu wenig, um zu punkten", meinte er am Samstag. "Ich bin ein bisschen sprachlos, warum wir die einfachen Dinge komplett vergessen", ergänzte Eugen Polanski. Zurück also zum Einmaleins des Fußballs. Wenn dann Heurelho Gomes zeigen kann, dass er ein Guter zwischen den Pfosten ist, könnte es klappen mit dem Klassenverbleib. Und wenn es sein muss, im direkten Duell mit den Roten Teufeln aus der Pfalz.

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