TSG Hoffenheim

Wie geht’s weiter?

Sebastian Hoeneß schaut mit gemischten Gefühlen auf seinen 40. Geburtstag und die Saison der TSG Hoffenheim.

12.05.2022 UPDATE: 13.05.2022 06:00 Uhr 1 Minute, 47 Sekunden
Nachdenklich: Sebastian Hoeneß musste seit dem 1:1 gegen die Bayern Mitte März viele Rückschläge mit der TSG einstecken. Foto: APF

Von Achim Wittich

Zuzenhausen. Zu Hause musste Sebastian Hoeneß einen Kuchen mit zwei Kerzen, bestückt mit einer 4 und einer 0, auspusten. Für die Mitarbeiter der TSG Hoffenheim gab’s im Trainingszentrum anschließend Eis. Der gebürtige Münchner feierte am Donnerstag seinen Eintritt ins fünfte Lebensjahrzehnt und weiß nicht so recht, was ihn da erwartet. Den Trost von Pressesprecher Holger Kliem – "es gibt ein Leben nach der 40, es geht weiter" – wollte er jedenfalls nicht so richtig annehmen. "Es geht weiter, aber wie", fragte Hoeneß schmunzelnd.

Doch das war es dann auch schon mit den Albereien zum Geburtstag des Hoffenheimer Coaches. Seiner Mannschaft ist im Saisonendspurt die Luft ausgegangen und sie hat am vorletzten Spieltag endgültig die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb verpasst. Das 2:4 gegen Bayer Leverkusen war die achte sieglose Begegnung in Serie.

Kein "Sommerkick" in Gladbach

Am Samstag, wenn alle Partien der Bundesliga zeitgleich um 15.30 Uhr (live auf Sky) angepfiffen werden, geht es für "Hoffe" deshalb nur noch darum, den achten Tabellenplatz gegen den FSV Mainz 05 abzusichern. Der selbst ernannte Karnevalsklub liegt nur noch einen Punkt hinter den Kraichgauern und empfängt die Europapokal-Helden von Eintracht Frankfurt, die den Ligaalltag schon seit geraumer Zeit nur noch wenig lustvoll abwickeln.

Hoffenheim selbst gastiert bei Borussia Mönchengladbach. Einer Mannschaft, die – gemessen an ihren eigenen Ansprüchen – eine fast schon desaströse Runde abgeliefert hat, und die als Tabellenzehnter selbst mit einem Sieg nicht mehr an 1899 vorbeiziehen kann.

"Ich möchte keinen Sommerkick sehen", sagte Hoeneß fest entschlossen. Er hofft auf einen "versöhnlichen Abschluss" und darauf, "dass wir noch einmal alles geben und einen Dreier holen".

Natürlich war ihm die Enttäuschung über den verpatzten Endspurt auch vorm Schlussakt am Niederrhein anzumerken. Hoeneß wird zwar nach dem elften Rang in seiner Premierensaison als Erstliga-Trainer einen tabellarischen Sprung nach vorne machen und sagt deshalb: "Das ist nicht so, dass wir jetzt da zu Tode betrübt sein werden." Der Zusatz allerdings kommt ohne zeitliche Verzögerung: "Wir müssen hier aber auch nicht jubelschreiend durch ...

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